Microsoft + Eclipse =

Microsoft tritt der Eclipse Foundation bei

Dominik Mohilo

© Eclipse Che via Twitter

Auf der derzeit stattfindenden EclipseCon hat Microsoft angekündigt, der Eclipse Foundation beizutreten. Als Solution Member will der Konzern zukünftig die Zusammenarbeit mit der Community von Eclipse stärken und dazu passend neue Tools und Services anbieten. Open Source natürlich.

Schon seit einigen Jahren ist der IT-Gigant Microsoft bestrebt, Programmierer aus der Java-Welt beim Entwickeln von neuen Technologien und Applikationen für das eigene Produktportfolio zu unterstützen. Dass dies auch bedeutet, sich mit Eclipse zu beschäftigen, Tools zur Verfügung zu stellen und den Open-Source-Gedanken zumindest teilweise zu leben, versteht sich von selbst. Um diesen Anforderungen noch besser Gerecht zu werden, hat sich Microsoft entschieden, der Eclipse Foundation als Solution Member beizutreten.

Zukünftig soll dieser Schritt die Zusammenarbeit mit der Eclipse Community verbessern und die Bereitstellung neuer Tool-Sets für Entwicklerteams erleichtern. Außerdem erhofft sich Microsoft dadurch, seine Cloud Services, Software Development Kits und Tools zu verbessern, schreibt Shanku Niyogi vom Visual Studio Team im Visual Studio Blog.

Neue Tools und Kompatibilitäten

Einige Tools und Services wurden bereits explizit angekündigt: Im Java/OSGi-basierten IoT-Framework Kura soll der Azure IoT Hub Connector eine einfache Erstellung von Gateways zwischen Kura und der Azure IoT Suite ermöglichen. Der Azure Java WebApp Support des bereits seit längerem verfügbaren Azure Toolkit for Eclipse wird laut Microsoft dafür sorgen, dass Java Web Apps in Sekundenschnelle in Azure zum Laufen gebracht werden können. Auch ein neues und aktualisiertes Azure Java Dev Center wurde von Microsoft angekündigt.

Mit dem Plug-in „Team Explorer Everywhere“ wurde ein erstes Exempel statuiert: Das Plug-in wurde auf GitHub als Open Source zur Verfügung gestellt, sodass es nun mit der Eclipse Community gemeinsam weiterentwickelt werden kann. Dieser Schritt war ein Meilenstein, durch den Entwickler aus ihrer Entwicklungsumgebung heraus nun vollen Zugriff auf Source Control, Team Services und DevOps-Ressourcen der Visual Studio Team Services (VSTS) bekommen.

Our announcements today further strengthen our investment in cross-platform development. And our membership in the Eclipse Foundation formally recognizes our to Eclipse and Java developers. We’re looking forward doing more with the Eclipse community going forward.

Shanku Niyogi, General Manager, Developer Division, Microsoft.

Auf der EclipseCon NA 2016, die aktuell in Virginia stattfindet, wurde Tyler Jewell von Codenvy während seiner Keynote von Shanku Niyogi besucht. In dieser thematisierte Jewell die Veröffentlichung von Eclipse Che 4.0. Gemeinsam mit Niyogi kündigte er die Interoperabilität von Che mit Azure und VSTS an.

We are excited about this partnership, and our role in helping shape the future of agile development. By attaching ready-to-code Codenvy workspaces to Visual Studio Team Services, we continue to improve our partner ecosystem and provide development teams with comprehensive solutions for developing any application.

Shanku Niyogi, General Manager, Developer Division, Microsoft.

Bislang waren vor allem das oben erwähnte Azure Toolkit for Eclipse und das Java SDK for Azure die maßgeblichen Werkzeuge für Java-Entwickler, die Programme und Applikationen für Microsoft Software schreiben wollten. Die von Microsoft angestrebte Vertiefung der Zusammenarbeit könnte für Entwickler aus der Eclipse-Welt schon bald neue Anreize liefern, sich eingehender mit Visual Studio und Azure zu beschäftigen.

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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