Java und die Micronauten

Micronaut Predator: Toolkit für Microservices vorgestellt

Katharina Degenmann

© Shutterstock / Daniliza

Das Micronaut-Team der Object Computing, Inc. hat ein neues Open-Source-Projekt vorgestellt, um die Laufzeit und Speicherleistung der Repository-Logik für den Datenzugriff zu verbessern. Mit Micronaut Predator soll ein schneller Datenzugriff für Microservices ermöglicht werden.

Micronaut wird dem ein oder anderen sicherlich bekannt sein als das JVM-Microframework zur Entwicklung von Microservices und Serverless-Anwendungen. Nun hat das Team von Micronaut den Micronaut Pedator präsentiert.

Vorberechneter Datenspeicher

Predator – kurz für Precomputed Data Repositories – ist ein Datenbankzugriffs-Toolkit, das durch eine leichtere Laufzeit für eine verbesserte Performance sorgt. Mithilfe der Ahead of Time (AoT)-Kompilierung werden Abfragen für Repository-Schnittstellen berechnet, die dann von einem schlanken, leichten Runtime-Layer ausgeführt werden.

Die Leichtgewichtigkeit des Runtime-Layers ist auf das Weglassen der Query-Übersetzungen zurückzuführen. Denn wie auf GitHub zu lesen, diente Predator GORM und Spring Data als Inspirationsquelle bzw. wurde an ihren Eigenschaften weiter geschraubt.

So übernimmt beim Predator, im Gegensatz zu GORM und Spring Data, der Micronaut-Compiler die Laufzeitübersetzung in der Kompilierungszeit, weshalb auf die Übersetzung von Queries verzichtet werden kann. Neben der Geschwindigkeit hat die Verlagerung der Arbeit von der Laufzeit in die Kompilierungszeit den Vorteil, dass Fehler früher im Prozess erkannt werden. Überdies verzichtet der Predator auf Reflection- oder Laufzeit-Proxies, was eine bessere Performance, kleinere Stack-Traces und einen geringeren Speicherverbrauch aufgrund fehlender Reflection-Caches zur Folge hat.

Die nächsten Schritte

Obwohl es derzeit nur Unterstützung für JPA und SQL gibt, ist die Unterstützung für MongoDB, Neo4j, Reactive SQL geplant.

Alle Informationen zu Micronaut Predator im Detail stehen in den Release Notes zum Nachlesen bereit.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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