M2M für die WM, SkyNet und WiFiDuino [M2M Minutes]

Redaktion JAXenter
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Video zu „Microsoft Smart Home“ aufgetaucht – Energiespeicher: Kupferdrähte als Batterien – GoalControl für sichere Tore bei der WM – SkyNet: eine IoT-Cloud-Plattform – WiFiDuino: Spark-Konkurrent auf Indiegogo – neue IoT-Infografik

Microsoft Smart Home: One week of fame

Recap: In den letzten M2M Minutes hatten wir einen Blick darauf geworfen, was Microsoft an IoT-Technologien zu bieten hat. Redmond versucht schon seit geraumer Zeit, auf diesem Markt Fuß zu fassen, aber richtig von sich reden machen die Bemühungen bislang nicht. In der letzten Woche dann verschaffte ein Video, das The Verge in den Untiefen von YouTube gefunden hatte, dem Thema „Microsoft Smart Home“ einen unerwarteten Aufmerksamkeitsschub. Der Clip von anno 1999 zeigt eine optimistische Zukunftsvision eines vernetzten Zuhauses. Beflügelt wurde die Fantasie der Produzenten und Regisseure der Sendung Retirement Living TV offensichtlich von Microsoft-Technologien, die im Consumer-Bereich zu jener Zeit noch „cutting edge“ waren – oder zumindest weniger selbstverständlich als heute: ein Web-UI, ein System mit Barcode-Scanner, das fehlende Lebensmittel im Kühlschrank auf eine Einkaufsliste setzt, Geolocation und ein „Taschen-PC“.

Unsichtbare Batterie

Neues aus dem Labor der Batterieforschung: Ein Team von Wissenschaftlern der University of Central Florida hat angeblich eine Methode entdeckt, mit der sich Energie in Kupferdrähten speichern lässt. Durch Bildung von so genannten „Nano-Whiskern“, Strukturen, die bei Erhitzung des Drahtes entstehen, vergrößert sich die Oberfläche und damit das Energiespeichervermögen des Metalls. Das außerdem entstehende Kupferoxid isoliert die Whisker auf natürliche Art und Weise. Eine plastikbedeckte Whisker-Schicht stellt die zweite Elektrode dieser drahtimmanenten Batterie dar. Das Bestreben, immer kompaktere und leichtgewichtige, ja unsichtbare Formen der Energiespeicherung zu finden, zieht sich aktuell durch eine große Anzahl an Forschungsgebieten – und könnte über kurz oder lang auch dem Internet der Dinge zugute kommen.

M2M für die WM: GoalControl für sichere Tore

Eine fiebrige Nervosität, gemischt mit frühsommerlicher Vorfreude, breitet sich über ganz Deutschland aus: Heute Abend um 22 Uhr erfolgt der Anpfiff zum ersten Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft. Aus technologischer Sicht ist das Turnier schon jetzt ein historisches: Erstmalig kommt ein kamerabasiertes Echtzeitanalysesystem namens „GoalControl“ zum Einsatz, das dem Schiedsrichter eine Benachrichtigung in Form eines Vibrationsalarms sendet, sobald der Ball über die Torlinie rollt. Die Position des Balls wird durchgängig von 14 Kameras verfolgt, die rund um das Spielfeld aufgestellt sind. Selbst ein Schiedsrichter mit Adleraugen und übermenschlicher Konzentrationsfähigkeit könnte das Runde, das ins Eckige muss, wohl nicht annähernd so aufmerksam beobachten.

SkyNet.im

Eine Cloud-basierte, quelloffene IoT-Plattform inklusive HTTP REST- und WebSocket-API ist SkyNet. Dieses verwendet die Protokolle MQTT und CoAP, basiert auf Node.js und wartet außerdem mit Sicherheitsfunktionalitäten auf. Es enthält neben einem Node.js-NPM-Modul auch eine JavaScript-Iclude-Datei Skynet.js. Über das „Skynet Hub“ lassen sich Geräte über IP-Adressen ansprechen, über das „Skynet OS“ kann mit einem Arduino kommuniziert werden. Dank dem Node-RED-Fork NodeBlu lässt sich im Browser über das Node-RED-typische Drag-and-Drop-UI mit der Plattform experimentieren. Der Code wird auf GitHub gehostet.

Internet of Things ConferenceBis 3. Juli gelten noch die Frühbucherpreise für die Internet of Things Conference 2014 in Berlin! Wer sich bis dahin für drei Konferenztage anmeldet, bekommt außerdem ein kostenloses Tablet dazu. Mehr unter: www.iotcon.de 

WiFiDuino: Konkurrenz für Spark Core

Ein Arduino-kompatibles Board, Open Source und mit WiFi-Modul sowie OLED-Display, kurz: WiFiDuino, ist unser Crowdfunding-Projekt der Woche. Noch gut einen Monat kann man die Indiegogo-Kampagne des Winzlings aus der taiwanesischen Elektronikschmiede Bezink unterstützen. Mit dem WiFiDuino lassen sich die Arduino IDE und die Arduino-Libraries uneingeschränkt nutzen, so die Hersteller. Bei einem Preis von 34 US-Dollar ist er etwas günstiger als der Spark Core, der derzeit 39 Dollar kostet, und verfügt über 20 digitale und 12 analoge Schnittstellen (der Spark über jeweils 8). Das 128 x 64 OLED-Display gibt es kostenlos dazu. Ob sich die Konkurrenz aus Fernost gegen den Spark durchsetzen wird? Vielleicht. Aber wir erinnern uns: Auch das Cubieboard war einst als besseres Raspberry-Pi-Imitat angetreten, hat ihn in Sachen Popularität aber noch lange nicht eingeholt. Im Gegenteil: Der dreimillionste Rapsberry Pi ging vor etwas über einem Monat über die Ladentheke, wie die Raspberry Pi Foundation jetzt mitteilt.   

 

IoT fürs Auge

Bis 2020 soll der M2M-Markt 950 Milliarden US-Dollar wert sein. Eine ansprechend und übersichtlich gestaltete Infografik von Westbase Technology mit dem Titel „The Rise of the Internet of Things“ zeigt einige wichtige Daten und Fakten zur zunehmenden Vernetzung von Geräten und Industrieanlagen. Zu den Bereichen Smart Home, Anlagenüberwachung, Logistik, industrielle Fertigung und Connected Cars werden ausgewählte Zahlen präsentiert. Als Einstieg dient eine saubere Unterscheidung der Begriffe „M2M“ und „IoT“.


Courtesy of: Westbase Technology

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