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Lift 3 ist erschienen: Geschwindigkeit und Sicherheit im Fokus

Dominik Mohilo
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Das Open Source Framework Lift dient dem Schreiben von Webanwendungen in der JVM-Sprache Scala und ist von seiner Funktionsweise mit Ruby on Rails zu vergleichen. Mit der nun erschienenen Version 3.0.0 wurden erneut die Geschwindigkeit und die Sicherheit des Frameworks verbessert.

Beinahe vier Jahre Entwicklungszeit stecken in der aktuellen Version des Frameworks Lift, nun aber hat das Warten ein Ende: Version 3.0.0 ist erschienen. Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, dass das Framework mit der neuesten Sprachversion, Scala 2.12, aufgrund eines Bugs im Compiler noch nicht kompatibel ist. Für das kommende Scala-Update 2.12.1 wird hierfür ein Fix erwartet. Die Macher von Lift haben angekündigt, ein entsprechendes Kompatibilitätsupdate für Lift 3 kurz nach Veröffentlichung der neuen Scala-Version anzubieten.

Neue Features

Kernaspekte von Lift 3 waren die Geschwindigkeit und natürlich die Sicherheit. Das Framework, welches die Macher selbst als das sicherste Framework überhaupt bezeichnen, wurde um die sogenannten SecurityRules erweitert. Damit ist es ab sofort unter anderem möglich, die Unterstützung der Content-Security-Policy, die Strict-Transport-Security-Einstellungen und die Frame-Beschränkungen zu konfigurieren. Außerdem können Nutzer einstellen, ob diese Beschränkungen auch im Entwicklermodus (Dev Run Mode) gelten oder aufgezeichnet werden sollen.

In Sachen Geschwindigkeit ist vor allem Lift-json verbessert worden. Dank der Abschaffung der Zwischenklasse scala.text.Document ist Lift-json allerdings lediglich ein wenig schneller geworden. Einen großen Geschwindigkeitszuwachs bei Lift-json haben Nutzer hingegen dem Entwickler Christopher Webster zu verdanken: Dessen Optimierung der Hot-Path-Serialisierung hat Lift 3 maßgeblich beschleunigt.

Eine weitere Änderung betrifft eher die Nutzerfreundlichkeit. Durch das Objekt Props steht Usern seit der aktuellen Version die Möglichkeit offen, auch an anderen Stellen als den .props-Dateien nach Properties von Lift zu suchen. Insbesondere kann nun jede Map genutzt werden, um Properties zu finden.

Weitere Informationen zu Lift gibt es auf der Homepage des Frameworks, auf GitHub ist eine umfangreiche Liste der Änderungen und Verbesserungen von Lift 3 verfügbar. Hier kann die aktuellste Version von Lift heruntergeladen werden.

Lesen Sie auch: Lift: Modernes Webframework auf Scala-Basis

Ausblick und Hintergrund

Das Lift-Framework ist Open Source, steht unter der Apache-2.0-Lizenz und ist kostenfrei nutzbar. Entwickelt wurde es 2007 von David Pollack, der das Framework Ruby on Rails in gewissen Aspekten für unzulänglich hielt. Ein prominentes Real-World-Anwendungsbeispiel ist das soziale Netzwerk Foursquare, ein standortbasierter Empfehlungsdienst für Restaurants.

Von der Funktionsweise ähnelt Lift anderen Frameworks wie etwa Ruby on Rails, Grails oder Django. Obgleich das MVC-Architekturmuster nicht die erste Wahl für Lift darstellt, wird seit Lift 2.2 auch dieses unterstützt. Die mithilfe von Lift erstellten Webanwendungen werden üblicherweise als WAR-Dateien gepackt und können auf jeder Servlet-Engine (etwa Tomcat oder Jetty) deployt werden.

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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