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KubeInvaders: Kubernetes-Cluster-Tests mal anders!

Katharina Degenmann

© Shutterstock / Varlamova Lydmila

Jeder Entwickler weiß: Ebenso wichtig wie die Entwicklung der Software, sind Software-Tests! Doch ganz gleich ob Mathe-, Vokabel- oder Softwaretest – Tests sind ein leidiges Thema. Das weiß auch Eugenio Marzo und hat daher ein Chaos Engineering Tool bzw. Game für das Testen von Kubernetes-Clustern entwickelt. Mit KubeInvaders zeigt sich, wie belastbar ihre Kubernetes-Cluster tatsächlich sind!

Softwareentwickler gelten im Gegensatz zu Gamern als die seriösen „Nerds“. Zwar werden beide Gruppen oftmals als die blassen Couch Potatoes mit Frischluft- und Vitamin-D-Mangel angesehen, allerdings machen Software-Entwickler immerhin etwas sinnvolles, wenn sie schon den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzen. Während der Entwickler durch sein Informatikstudium immerhin Omas Drucker reparieren oder Bugs fixen kann, nutzt ein Gamer seinen Laptop lediglich zum reinen Vergnügen. Stimmt natürlich alles nicht!

Zudem muss sich Gaming und Software-Entwicklung auch nicht grundlegend unterscheiden. Denn schon Konfuzius erklärte, wer sich eine Arbeit sucht, die Spaß macht, muss nie wieder arbeiten. Jetzt die gute Nachricht: Ausgerechnet Testing kann nun Spaß machen. So kann man mit einem neuen Kubernetes-Gaming-Tool PODS in einem Kubernetes-Cluster töten.

Mit KubeInvaders Alien-Pods den Kampf ansagen!

Kubelnvaders ist ein Chaos Engineering-Tool für Kubernetes und Openshift, dass Entwickler dabei unterstützen soll, die Belastbarkeit der eigenen Kubernetes-Cluster zu testen. Und da Testing natürlich Spaß machen soll, passiert das Ganze im Game-Format.  Natürlich ist der Name Programm: Die Aufmachung ähnelt Space Invaders, aber die Aliens sind PODs – also KubeInvaders.

Quelle: GitHub

Benötigen die eigenen Pods einige Sekunden beim Start, steigt die Wahrscheinlichkeit zu verlieren signifikant. Zudem erweisen sich die Chaos-Engineering-Strategien für die Produktionsumgebung als nützlich, da so getestet werden kann, ob ein System unerwartete destruktive Ereignisse unterstützt.

KubeInvaders im Einsatz – So geht’s

Sobald das Tool im Cluster installiert ist, können Sie die folgenden Funktionen ausführen:

  • Taste ‚a‘:  Umschalten auf automatic pilot
  • Taste ‚m‘: Umschalten auf manual pilot
  • Taste ‚i‘:   Anzeigen des pod\’s-Namen. Das Schiff auf einen Außerirdischen zubewegen
  • Taste ‚h‘:  Hilfe drucken
  • Taste ’n‘:  Zwischen verschiedenen Namensräumen springen; verschiedene Namespaces

Zudem ist es möglich, die Komplexität des Spiels mit diesen Parametern als env var im Kubernetes-Deployment festzulegen.

  • ALIENPROXIMITÄT – Verringern Sie diesen Wert, um die Entfernung zwischen den Aliens zu vergrößern
  • HITSLIMIT => Sekunden der CPU-Zeit, die vor dem Schießen gewartet werden müssen
  • UPDATETIME => Sekunden, die vor der Aktualisierung des POD-Status gewartet werden sollen (Sie können auch 0,x Es: 0,5 einstellen)

Weitere Informationen

Natürlich ist KubeInvaders „lediglich“ ein Spiel, das nicht zu ernst genommen werden sollte. Dennoch bietet es die Möglichkeit zu testen, wie belastbar Kubernetes-Cluster bei unerwarteter POD-Löschung sind. Zudem können Metriken, wie die Neustart-Zeit von PODs, gesammelt werden. Mittlerweile existiere sogar eine kleine Community, die zunehmend wächst.

Wäre Kubelnvaders gerne einmal selbst testen möchte, findet eine Anleitung zur Installation und alle weiteren Informationen auf GitHub oder auf dem Blog von Kubernetes.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina ist hauptberuflich hilfsbereite Online- und Print-Redakteurin sowie Bücher- und Filme-Junkie. Nebenbei ist sie Möchtegern-Schriftstellerin, die heimlich hofft, eines Tages ihr Geld als Kaffee-Testerin zu verdienen. Von Februar 2018 bis Februar 2020 hat sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH gearbeitet, davor hat sie Politikwissenschaft und Philosophie studiert.
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