Programmiersprachen auf der JVM

Kotlin 1.0 bekommt die zweite Beta

Melanie Feldmann

© Shutterstock / andrey.ivanoff

Die aktualisierte Beta von Kotlin 1.0 ist da. Das Update besteht vor allem aus Bugfixes und Änderungen an der Standard-Bibliothek.

Bei der Sprache selbst haben sich vor allem zwei Dinge geändert. Die Entwickler setzen jetzt auf Single-Instantiation-Inheritance-Bedingungen für Typen-Parameter. Dies galt für Klassen schon immer, jetzt gilt es auch für Typen-Parameter. Außerdem ist der Compiler jetzt clever genug, den Entwickler zu warnen, wenn ein Wert an einem speziellen Punkt immer null ist.

In der Standard-Bibliothek haben die Kotlin-Entwickler die APIs aufgeräumt. Die sichtbarste Änderung betrifft Bereiche. Der Plan der Entwickler sah vor, gängige Anwendungsfälle wie „if (x in 1..10)“ oder „for (i in 1..10)“ unangetastet zu lassen. Sie haben aber unter der Haube einiges umbenannt und Hierarchien geändert. Um die Größe der Runtime-Bibliothek zu verringern, was vor allem für Android-Anwendungen wichtig ist, haben die Entwickler die kotlin.dom- und die kotlin.browser-Pakete aus der Standard-Bibliothek entfernt. Sie sind nun als separate Bibliothek verfügbar. Wenn man diese Pakete nutzt, sollte man die neue Bibliothek als Abhängigkeit ergänzen und die betroffen Code-Zeilen ändern: kotlin.dom und kotlin.browser zu kotlinx.dom und kotlin.browser.

Auch das Tool zur Erstellung von Dokumentationen Dokka ist reif für ein vollständiges Release. Dokka unterstützt Projekte mit verschiedenen Sprachen und versteht KDoc-Kommentare in Kotlin-Code und JavaDoc-Kommentare in Java-Code. Das Tool verfügt über Plug-ins für Gradle, Maven und Ant. Es lässt sich also einfach in die Build-Systeme eines Projekts integrieren.

Aufmacherbild: Kronstadt lighthouse von Shutterstock / Urheberrecht: andrey.ivanoff

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Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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