Kein neues Logo für Eclipse

Hartmut Schlosser

Eclipse bleibt Eclipse – zumindest bzgl. seines grafischen Designs! So könnte das Ergebnis des Wettbewerbs zur Modernisierung des Eclipse-Logos lauten: In der zweiten Runde zur Wahl eines neuen Symbols für die Eclipse-Plattform hat keiner der eingereichten Entwürfe eine eindeutige Mehrheit erhalten. Und so spricht Ian Skerrett, Marketing-Verantwortlicher der Eclipse Foundation und Initiator des Wettbewerbs, die Empfehlung aus:

I am going to recommend we not change the logo. Ian Skerrett

Aller Wahrscheinlichkeit nach bleibt uns also das alte Eclipse-Logo erhalten – und dies, obwohl sich 73% (875) der Umfrage-Teilnehmer für eine Modernisierung des Eclipse-Designs ausgesprochen haben. Allerdings betrage der Abstand zwischen den beiden am häufigsten gewählten Konzepten lediglich 10 Stimmen (325 für Platz eins, 315 für Platz zwei), so Skerrett, und auch die Gruppe der Befürworter des alten Logos bewege sich mit 321 Personen auf diesem Niveau. Ian Skerrett zieht deshalb die Schlussfolgerung: Keines der neuen Logos hat die Unterstützung der gesamten Eclipse-Community!

Selecting one of the concepts without significant community support just doesn’t seem like the right thing to do. Ian Skerrett

Der Sieger des Wettbewerbs wird allerdings dennoch das Preisgeld von 650 US-Dollar ausbezahlt bekommen. Dem zu erwartenden Murren aus der innovationsfreudigen Eclipse-Ecke entgegnet Skerrett, dass eine Umstellung des Logos eine riesige Anstrengung für alle Eclipse-Projekte bedeuten würde und angesichts des fehlenden Community-Supports und der wichtigen Aufgaben, die Eclipse in den nächsten Tagen zu bewältigen habe, die Kosten einer Logo-Umstellung den Nutzen übersteigen würde.

Bleibt die Frage der adäquaten Interpretation der Umfrageergebnisse: Wenn 73% der Teilnehmer sich tatsächlich für eine Modernisierung aussprechen und sich die zur Wahl stehenden Logos zudem nur in wenigen Details voneinander unterscheiden, so liegt die Vermutung nahe, dass eines der Konzepte wohl doch den angemahnten Community-Support erhalten hätte. Wie dem auch sei: Sicherlich wäre eine „mutigere“ Entscheidung an dieser Stelle weniger peinlich gewesen.

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Hartmut Schlosser
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