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Kein neues JSON API in Java 9

Hartmut Schlosser

Immer vollständiger wird das Bild, das Java 9 zum Release-Datum im Sommer/Herbst 2016 abgeben wird. Neben den immer wieder neu hinzukommenden Features gibt es aber auch Abgänge zu verzeichnen: Das geplante leichtgewichtige JSON API wird es wohl nicht ins JDK 9 schaffen.

Proposed to Drop

Wie Oracles Java-Plattform-Chef Mark Reinhold an die Mailing-Liste schreibt, wäre ein neues JSON API, wie es der JEP 198 beschreibt, zwar eine nützliche Ergänzung der Plattform. Im großen Zusammenhang sei das Feature aber nicht so wichtig wie die anderen von Oracle finanzierten Neuerungen für JDK 9. Der JEP 198 wurde deshalb zurück in den Proposed-to-Drop-Status versetzt.

Die Inklusion eines leichtgewichtigen JSON API könne im Rahmen von JDK 10 wieder neu diskutiert werden – oder gar zu einem späteren Release, meint Reinhold. Insbesondere sieht er den Zeitpunkt für besser geeignet, wenn es ernst wird mit neuen Sprachfeatures wie Value Types oder Generics für primitive Typen (JEP 218) – beides wurde bereits im Vorfeld für Java 9 ausgeschlossen. Durch solche semantischen Erweiterungen sei aber ein kompakteres und ausdrucksstärkeres API möglich, schließt Reinhold seine Mitteilung.

Proposed to Target

Zur Aufnahme in den Java 9 Feature-Katalog vorgeschlagen sind indes die beiden JEPs 228 und 229. Hier geht es zum einen darum, zusätzliche Diagnose-Befehle für Hotspot und das JDK einzuführen. Zum anderen soll der Übergang vom bisherigen Default Keystore-Typ JKS zu PKCS12 vollzogen werden, was bessere Verschlüsselungsalgorithmen und damit eine höhere Sicherheit ermöglichen soll.

Alle Vorschläge – sowohl die „Proposed to drop“ als auch die „Proposed to target“ – können noch bis zum 11. Dezember diskutiert werden. Sollten sich hier keine gravierenden Einsprüche ergeben, werden die Vorschläge so umgesetzt.

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
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