Kampf um IT-Talente verschärft sich

Hartmut Schlosser

Laut einer Studie der IT-Anbieter- und -Anwenderorganisation FINAKI wird sich der Kampf um IT-Talente in den kommenden zwei Jahren deutlich verschärfen. In einer Umfrage unter 35 ausgewählten CIOs aus deutschen Großunternehmen gaben 70 % an, es werde für sie immer schwieriger, Programmierer und Softwarespezialisten zu einem Wechsel zu bewegen. An zweiter Stelle stehen Projektmanager (63%), danach folgen Social-Media-Spezialisten und Mitarbeiter für das mittlere Management (54%). Weniger gefragt sind laut Studie Netzwerkspezialisten: Lediglich ein Drittel der CIOs finden es schwierig, Mitarbeiter zu gewinnen, die mit Netzwerken umgehen können.

75 Prozent der CIOs halten die Mitarbeiterbindung sowie die Imagebildung der Arbeitgeber zur Gewinnung neuer Kollegen für „wichtiger als je zuvor“. Zwei Drittel der Befragten gab an, über eigene Online-Stellenausschreibungen sowie über Facebook und Xing an talentierte Fachkräfte heranzukommen. 54 Prozent nannten das Netzwerk LinkedIn, 31 Prozent bezogen sich auf Twitter.

Auch die Direktansprache über Headhunter halten noch 62 Prozent der CIOs für relevant für die Mitarbeitergewinnung. Auf dem absteigenden Ast sind indes Anzeigen in der Fachpresse, von denen nur noch 15 Prozent überzeugt sind, sowie das Studentennetzwerk StudiVZ, das von 69 Prozent der CIOs abgelehnt wird.

Am wenigsten trauen die CIOs der Bundesagentur für Arbeit zu. Weniger als ein Zehntel der Befragten halten die BA für wichtig für das Recruiting.

FINAKI ist eine in Europa aktive Vertreter-Organisation für Anwender und Anbieter auf den Gebieten Informationstechnologie (IT) und Telekommunikation (TK). Die Studie ist Teil des FINAKI-Reports „IT-Trends 2011/12“, der in Auszügen auf silikon.de eingesehen werden kann.

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Hartmut Schlosser
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