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JVM Toolkit Ratpack verbindet Java 8, Netty und Gradle

Hartmut Schlosser

Man nehme Java 8, Groovy, Netty, Google Guice und eine Prise Gradle– fertig ist das Technologie-Gemisch des JVM-Toolkit Ratpack. Bei Ratpack geht es nicht darum, ein ausgewachsenes Framework als Rundumsorglos-Paket bereit zu stellen. Stattdessen soll auf möglichst einfache Art und Weise die Entwicklung leichtgewichtiger, hochperformanter und asynchroner Web-Anwendungen vereinfacht werden.  Werfen wir einen kurzen Blick auf diesen Micro Framework Newcomer.

Das Grundgerüst von Ratpack besteht aus der Netty IO Engine, um die herum sich Code für Http Requests strukturieren lässt. Optimiert ist das Ratpack API für Groovy und Java 8  – aber auch Java 7 kann eingesetzt werden. Optional stehen eine Integration des Dependency Injection Frameworks Google Guice sowie Support für das Build-Tool Gradle zur Verfügung.

Ratpack-Anwendungen sind nicht Servlet-basiert und können nicht auf einem der üblichen Java (EE) Application Server deployt werden. Application Deployments sind unabhängige JVM-Anwendungen, es ist also kein spezieller Container nötig. Ratpack-Anwendungen lassen sich einfach mit beinahe beliebigen Frameworks erweitern, um beispielsweise Security-Features, Persistenz oder Marshalling einzubauen. Neo4j-Entwickler Stefan Armbruster beschreibt etwa in einem aktuellen Artikel, wie sich mit Ratpack eine Neo4j Server-Komponente bauen lässt.

Ratpack ist zunächst einmal ein Runtime-Projekt. Die Entwicklung kann aber über das Gradle-Plug-in in der IntelliJ IDEA Umgebung erfolgen. Über das SpringSource-Projekt SpringLoaded ist sogenanntes Hot Reloading zur Entwicklungszeit möglich. 

Ratpack ist noch in einem frühen Stadium der Entwicklung (0.9-Snapshot) – das API könnte sich also noch ändern. Die Entwickler bezeichnen Ratpack selbst als „neues Projekt, das aber auf den Schultern etablierter Technologien steht.“ Als Inspirationsquelle diente das Ruby-Framework Sinatra. Urteilen Sie selbst, die Quellcodes gibt es auf GitHub unter der Apache-2.0-Lizenz.

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
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