Debug, Introspect, Fix!

Neuer Debugger für die Programmiersprache Julia

Katharina Degenmann

© Shutterstock / Fabrik Bilder

Im Januar ist die Programmiersprache Julia in Version 1.1 erschienen. Nun hat das Julia-Entwicklerteam passend dazu einen Julia-Debugger vorgestellt.

Die freie Programmiersprache Julia ist noch relativ jung und dennoch in zahlreichen Programmiersprachen-Rankings auf dem Vormarsch. So belegt sie beispielsweise in der Februar-Ausgabe des Popularity of Programming Language Index (PYPL) Platz 21. Und auch die stetig wachsende Community – in Europa gibt es bereits 10 User Groups – zeigt, dass sich Julia zunehmender Beliebtheit erfreut.

Nun bietet das Julia-Team weiteren Grund zu Freude und präsentiert unter anderem den Julia-Debugger, mit dem sich in Julia geschriebener Code auf einfache Weise überprüfen und beobachten lässt.

Julia Debugger

Beim neuen Julia-Debugger handelt es sich um ein Sammelsurium an verschiedenen Werkzeugen, das Entwickler bei der Fehlersuche unterstützen soll. Das Herzstück bildet der Interpreter, der es verschiedenen Frontends erlaubt, die Ausfühgung von Julia-Code zu kontrollieren. Dabei ist jedes Frontend ein eigenes Package:

Die Entwicklungsumgebung Juno integriert den Debugger, Rebugger stellt eine REPL-Text-Benutzeroberfläche zur Verfügung und die klassische step/next/continue-Befehlszeile  wird von Debugger bereitgestellt.

Alle Informationen zum neuen Julia-Debugger und den weiteren Features Funktionen stehen auf dem offiziellen Julia Blog zum Nachlesen bereit.

Was ist Julia?

Julia wurde 2009 am Massachusetts Institute of Technology von Jeff Bezanson, Stefan Karpinski, Viral B. Shah und Alan Edelmann entwickelt. Sie zielt insbesondere auf numerisches und wissenschaftliches Rechnen ab und gewinnt im Kontext des Machine-Learning-Trends an Bedeutung.

Mit Julia sollte eine Synthese aus MATLAB, Scheme, Lisp, C, Fortran, Wolfram, Python, Perl, R und Ruby entstehen. Der Sprachkern Julias ist in C/C++ implementiert, die Standard-Bibliothek unter Verwendung der Node.js-Bibliothek libuv. Seit 2012 ist die Sprache quelloffen.

Die Erfinder der Sprache legen auf der Julia-Webseite die Hintergründe dar:

We want a language that’s open source, with a liberal license. We want the speed of C with the dynamism of Ruby. We want a language that’s homoiconic, with true macros like Lisp, but with obvious, familiar mathematical notation like Matlab. We want something as usable for general programming as Python, as easy for statistics as R, as natural for string processing as Perl, as powerful for linear algebra as Matlab, as good at gluing programs together as the shell. Something that is dirt simple to learn, yet keeps the most serious hackers happy. We want it interactive and we want it compiled.

 

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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