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JetBrains ändert Versionierungsmodell: Willkommen IntelliJ IDEA 2016.1 und WebStorm 2016.1

Kypriani Sinaris, Stefanie Schäfers

©Shutterstock/tostphoto

Nachdem JetBrains vor etwa einem halben Jahr mit der Änderung seines Lizenzmodells durch ein neues Abomodell Schlagzeilen machte, gibt es nun eine weitere Änderung bezüglich der Versionierung aller Produkte in der JetBrains Toolbox. Was haben Entwickler davon und was gibt es Neues in IntelliJ IDEA 2016.1 und WebStorm 2016.1?

Version 2.3.6 Alpha M1 – eine so große Versionsnummer kann sich wohl kaum jemand merken. Das dachte sich wohl auch JetBrains: Nachdem das Unternehmen im letzten Jahr mit der jetBrains Toolbox sein Lizenzmodell grundlegend verändert hat, ist in diesem Jahr das Versionierungsmodell an der Reihe.

Denn eines der erklärten Ziele bei der Einführung von JetBrains Toolbox war der Abschied vom bisherigen „One Major Release per Year“-Modell. Stattdessen wollte man sich auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Verteilung von Updates unabhängig von der Versionierung konzentrieren. Überhaupt sei die Versionierungsnummer eher zweitrangig, so Eugene Toporov in einem offiziellen Statement. User würde vor allem interessieren, was die neue Version für den Nutzer bereithält, wie eine neue Version die Arbeit beeinflusst und ob sie überhaupt für den Nutzer verfügbar ist.

Alle zukünftigen Releases folgen demnach einem Single-Versioning-Schema, nach dem Muster YYYY.R. Dabei steht YYYY für das Jahr, in dem die Version erschienen ist und R signalisiert, um das wievielte Release in dem Jahr es sich handelt. So werden Produkte, die derzeit im Early Access Program verfügbar sind als Version 2016.1 veröffentlicht werden.

To give some examples, we might release 2016.2 for IntelliJ IDEA with a full build number of 2016.2.1.10 and subsequently release 2016.2 for WebStorm with a full build number of 2016.2.5.30. However both of them are part of the 2016.2 release.

Was haben Entwickler davon?

JetBrains sieht einige Vorteile in der Änderung des Release-Zyklus: So will man künftig für mehr Releases pro Jahr sorgen, die jeweils neue Funktionalitäten und Verbesserungen mit sich bringen. Gleichzeitig wird für den User leichter ersichtlich, wie aktuell eine IDE-Version wirklich ist, weil das neue Versionierungsmodell mehr semantische Bedeutung bereithält, als das bisherige Modell.

Außerdem erhalten künftig alle JetBrains-Toolbox-Produkte die gleiche Versionsnummer, was den Vergleich einzelner Produkte in Bezug auf Features und Funktionalitäten erleichtern soll. Für User mit einem aktiven Abonnement von JetBrains Toolbox ändert sich bei der Verfügbarkeit der Produkte nichts: die aktuellen Versionen stehen weiter wie gewohnt zur Verfügung; um welche es sich dabei handelt, können User problemlos in ihrem JetBrains-Account überprüfen. Mehr Informationen dazu bietet der oben genannte Blogpost von Eugene Toporov.

IntelliJ IDEA v2016.1 Preview

JetBrains Entwicklungsumgebung für Java-Code, IntelliJ IDEA, liegt nach dem aktuellen Versionierungsmuster in v2016.1 vor. Zu den neuen Features des ersten Releases 2016 gehört neben einer Verbesserung des UIs, einer größeren Anzahl an Built-in Tools und Integrationen auch eine verbesserte Hilfe beim Coding und außerdem der Support für Kotlin. Das folgende Video gibt einen Überblick:

Und weil man es durch die neue Versionierung so schön vergleichen kann, was gibt es neues bei JetBrains WebStorm? Noch nicht so viel: In WebStorm 2016.1 RC 2 wurde laut Blogpost ein kritisches Performance-Problem gefixt. Hier geht es zum Download der JavaScript IDE.

Aufmacherbild: Infinite numbers background, original three dimensional models. von Shutterstock / Urheberrecht: tostphoto

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
Stefanie Schäfers
Stefanie Schäfers
Stefanie Schäfers studierte zunächst Anglistik in Marburg und machte anschließend ihren Masterabschluss im Bereich Creative and Cultural Industries an der Glasgow Caledonian University in Glasgow, Schottland. Seit August 2014 ist sie als Redakteurin in der Redaktion des PHP Magazins bei Software & Support Media tätig. Zuvor absolvierte sie bereits mehrere Praktika in Online-Redaktionen und Verlagen.
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