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Java 8u40 verbessert Speicherverwaltung und JavaScript-Support

Redaktion JAXenter

© Shutterstock.com/Hellen Sergeyeva

Oracles neuestes JDK-Update bietet eine Reihe von Verbesserungen für Nashorn, JavaFX und die Speicherverwaltung, die in der Java-Community herzlich empfangen werden dürften.

Abgesehen von den obligatorischen Bugfixes drehen sich die neuesten Änderungen am JDK vor allem um die Speicherverwaltung, JavaScript und Native Packaging. Die Features des gerade rechtzeitig zum ersten Jahrestag von Java SE erschienenen Minor Release lassen einem zwar nicht unbedingt die Kinnlade herunterklappen, aber der regelrechte Schauer (kleiner) Verbesserungen dürfte fast jeden Java-Entwickler auf die eine oder andere Art beeinflussen.

JavaScript und Nashorn

Polyglotte Entwickler, die gerne etwas JavaScript in ihr Java einfließen lassen, dürften mit Freude hören, dass die Script Engine von Nashorn nun deutlich schneller läuft. Nashorn wurde im Rahmen von Java 8 eingeführt, um sowohl JavaScript als auch Java auf der JVM laufen lassen zu können. Das neueste Release fügt ein Class-Filter-Interface, das die Kontrolle darüber, auf welche Java-Klassen JavaScript zugreift, ermöglicht.

Auch das Java Packager Tool, das erlaubt, dass Anwendungen auch auf Systemen laufen, auf denen keine Java-Laufzeit installiert ist, wurde überarbeitet. Abgesehen davon, dass es nun mehrere Einstiegspunkte unterstützt, können den eigenständigen Anwendungen des Tools von jetzt an auch Befehlszeilenargumente übergeben werden. Oracle zufolge bedeutet dies, dass Entwickler nun die volle Kontrolle über die Laufzeit und die Einstiegspunkte der Anwendungen ausüben.

Speicher und Performance

Das JDK 8 ermöglicht es nun, die Speichermenge in Systemen, die mehr als eine JVM nutzen, zu reduzieren. Gleichzeitig führen eine Lambda-Form-Reduktion und Verbesserungen des Caching zu einer Senkung des Speicherbedarfs und sorgen dafür, dass dynamische Sprachen bessere Leistungen erzielen. Die neueste Version des JDK zielt darauf ab, für weniger Unterbrechungen zu sorgen, während das System aufgrund einer niedrigeren Garbage Collection Speicher freigibt.

Das JDK wird nun auch auf „Speicherdruck“ reagieren, indem es den Ressourcenbedarf reduziert, um Out-of-Memory-Fehler zu vermeiden. Wie The Register anmerkt, könnte dies allerdings zu einer verminderten Performance führen.

Oracle hat zudem die Art und Weise verbessert, auf die das Diagnose-Feature Native Memory Tracking auf großen Systemen skaliert. Durch die Ermöglichung der Diagnose von Speicherlecks wird erhofft, dass nativer Speicher ohne einen erheblichen Einfluss auf die Performance laufen kann.

JavaFX Accessibility

Die Zugänglichkeit (Accessibility) bleibt nach wie vor ein wichtiger Schwerpunkt von JavaFX, das eine öffentliche Accessibility-API für Entwickler sowie gar einige Verbesserungen für den Mac App Store erhält. Oracle schreibt dazu:

“developers using the JavaFX media stack can now gain Mac App Store acceptance and have the opportunity to have their applications released on the Mac App Store.”

Weitere Änderungen umfassen:

  • Support für das Lesen von JavaFX-Kontrollen mittels Screenreader.
  • JavaFX-Kontrollen sind mit der Tastatur steuerbar.
  • Unterstützung eines speziellen Hochkontrastmodus, der die Kontrollen für die Benutzer besser sichtbar macht.

Außerdem fügt das Update neue JavaFX UI-Kontrollen, eine Spinner-Kontrolle, einen neuen Textformatierer sowie ein Standarset von Warndialogen hinzu.

Alle Änderungen, die 8u40 mit sich bringt, können im Detail auf der Unterseite „Tools Enhancements in JDK 8“ nachgelesen werden.

Zur Erinnerung: Nutzer der von Java 7 sollten bedenken, dass Oracle dieses Release nur noch bis April 2015 mit Updates versorgen wird.

Die Originalmeldung erschien auf Jaxenter.com

Aufmacherbild: Crane and building construction site against blue sky von Shutterstock.com / Urheberrecht: Hellen Sergeyeva

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