Die Finalisten der JAX Innovation Awards 2014

JAX Awards 2014: JFrog und der Innovationstreiber Open Source

Hartmut Schlosser

JFrog ist eines der „Most Innovative Open Tech Businesses“ im Finale der JAX Innovation Awards 2014. Wir sprachen mit Baruch Sadogursky über JFrogs Entstehungsgeschichte und die Wichtigkeit offener Technologien für eine innovative IT.

JAXenter: Erzähl uns doch bitte kurz, wie JFrog entstanden ist?

Baruch Sadogursky: JFrog wurde im Jahr 2008 um das populäre Open-Source-Projekt Artifactory gegründet und strebt danach, qualitativ hochwertige Tools anzubieten, die die Arbeit unserer Kollegen und Entwickler erleichtern. 2009 veröffentlichte JFrog das erste binäre Repository als SaaS, das Maven unterstützte. Artifactory hat sich seitdem erweitert und unterstützt neben Maven auch .NET, rpm, node.js, Ruby und seit Neuestem auch NPM.

2013 wurde die erste soziale Vertriebsplattform Bintray eröffnet. Bintray beherbergt seitdem über zehntausend Repositories mit tausenden von Dateien. Bintray dient Spring-, Scala-, Gradle- und Groovy-Projekten dazu, ihre Releases weltweit an die einzelnen Communitys zu verteilen.

JAXenter: Welche Probleme löst JFrog mit seinen Produkten?

Baruch Sadogursky: Binäre-Repository- und Vertriebsplattformen sind wesentliche Teile des Continuous-Integration- und Delivery-Workflows. JFrog-Produkte helfen dabei, die Abhängigkeit von Drittanbieter-Programmen in der Software zu kontrollieren. Ebenso verwaltet JFrog die Promotion-Pipelines der selbsterbauten Artefakte während der Veröffentlichungszyklen.    

Das binäre Repository fungiert als Zentrale und ermöglicht eine Zusammenarbeit zwischen den Teams (z.B. DevOps) und dadurch eine schnellere Integration sowie eine Beschleunigung der Veröffentlichungszyklen.

Rechnen wir dazu noch Artifactory HA und Bintray CDN, so ist JFrog die zuverlässigste Quelle für das Speichern und Abrufen von Softwarepaketen.

JAXenter: Wer benutzt hauptsächlich JFrog?

Baruch Sadogursky: Entwickler, Architekten, System-Administratoren, QA-Ingenieure, Release Teams, technische Redakteure und natürlich die Endnutzer! Interne Nutzer interagieren mit Artifactory, um Artefakte zu bauen, zu testen, zu bewerten oder zu promoten, während der Endanwender das Produkt auf Bintray herunterladen kann. Externe Nutzer, die nicht Teil des Entwicklungsprozesses sind, würden jeden Produkt-Stakeholder einbeziehen, der irgendwie mit Binärdateien zu tun hat.

JAXenter: Wie sehen die zukünftigen Pläne für JFrog aus?

Baruch Sadogursky: Für Artifactory kommen zwei spannende neue Repositorytypen auf uns zu. In den zukünftigen Veröffentlichungen werden wir Python-Packages (pypi) und Debian-Packages (debs) unterstützen. Das nächste große Feature für Bintray ist der Support von privaten Repositorys. Dazu sollen in Zukunft sämtliche Lizenzarten unterstützt werden, nicht nur Open-Source-Lizenzen. Auch soll es keine Beschränkung der Repository-Größe mehr geben sowie eine granulare Zugriffskontrolle, wer auf die vom Nutzer bereitgestellten Programme zugreifen kann.

JAXenter: Weshalb sind offene Technologien wichtig für eine innovative IT?

Baruch Sadogursky: Open-Source-Technologien sind von Natur aus die stärksten Treiber von Innovation, da Innovation immer über Zusammenarbeit entsteht – und nichts fördert die Zusammenarbeit mehr als Offenheit. Soziale Entwickler-Plattformen wie GitHub oder Bintray ermutigen Menschen dazu, in Sachen Code und Produkt zusammenzuarbeiten, wodurch Crowdsourcing (sowohl bei Code-Commits als auch in Bezug auf das Wissen der Masse) und das Entwickeln von erweiterbarer Software möglich wird.

Wir von JFrog sind starke Befürworter offener Technologien, und wir sind stolz darauf, die Communitys offener Technologien zu unterstützen, indem wir Open-Source-Software sowohl bereitstellen als auch hosten.

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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