Interview mit Tom Schindl über e(fx)clipse

JavaFX meets Eclipse: "Ungeahnte Dimensionen für heutige Entwickler"

JavaFX wird auch in der Eclipse Community immer beliebter. Tom Schindl, Gründer und Mitbesitzer von BestSolution.at, stellt mit dem Projekt e(fx)clipse das Tooling bereit, mit dem sich JavaFX-Programme in Eclipse-Umgebungen schreiben lassen. Tom stellt das Projekt im Gespräch mit dem Eclipse Magazin genauer vor und erklärt, warum JavaFX im Vergleich zu SWT und Swing die bessere Alternative ist.

JavaFX & Eclipse

Das komplette Interview mit Tom Schindl finden Sie im Eclipse Magazin 2.13 (ab 25. Januar am Kiosk), zusammen mit weiteren spannenden Artikeln zum Titelthema JavaFX:

  • Die Geschichte von JavaFX von den Anfängen bis heute, Claudia Fröhling
  • e(fx)clipse: JavaFX-Tooling für Eclipse, Marc Teufel
  • JavaFX 2.x und die Eclipse 4.x Application Platform: eine perfekte Ehe?, Kai Tödter
  • JavaFX, Xtended – Active Annotations in Xtend, Sven Efftinge

Alle Infos unter www.eclipsemagazin.de.

Eclipse Magazin: Tom, kannst du dich noch an den Stichtag erinnern, an dem du überzeugt warst, dass die JavaFX-Technologie ernst zu nehmen ist?

Tom Schindl: Einen genauen Zeitpunkt dafür kann ich nicht nennen. Es war mehr ein Prozess, in dem auch andere Einflussfaktoren eine Rolle gespielt haben. Erst einmal hat mir JavaFX 2 mit seinem API und seiner Architektur – Java für die Logik, deklarative Sprache zur UI-Konstruktion, CSS zum Stylen – vom ersten Moment an gefallen.

Ein weiterer, für unsere Firma sehr wichtiger Grund war aber auch, dass andere Java-UI-Technologien wie SWT für uns und unsere Kunden leider nicht mehr genügen – oder besser: in Zukunft nicht mehr genügen werden -, um gegen Konkurrenztechnologien wie HTML5 usw. bestehen zu können. Ich sehe aktuell niemanden, der in SWT (und auch Swing) investieren würde, um dieses Defizit zu beheben. Aus unserer Sicht ist JavaFX die aktuell einzige Java-UI-Technologie, die erstens aktiv von einer signifikanten Anzahl von Entwicklern entwickelt wird und uns zweitens unter Umständen in Zukunft die Möglichkeit eröffnen wird, auch mobile Plattformen wie Android, iOS und WinRT mit einer Java-API bedienen zu können.

EM: Ist JavaFX aus deiner Sicht Enterprise-ready?

Schindl: Jein. Es kommt immer auf die Anwendung an, die man entwickeln muss. Ganz allgemein muss man sagen, dass für formularbasierte Anwendungen die meisten benötigten Komponenten (Layout-Manager, Controls) verfügbar sind.

Ein aus meiner Sicht aber ein unverzichtbares Control, das in JavaFX 2.2 nicht enthalten ist, ist TreeTable. Dieses Problem behebt sich aber mit JavaFX 8 – FX ist mittlerweile Teil des OpenJDK. Was bei JavaFX wirklich sehr erfreulich ist, ist, dass die Community Gehör bei den Entwicklern rund um Richard Bair findet und Dinge wie der eben genannte TreeTable auf Anfrage/Druck der Community in die offizielle Roadmap aufgenommen wurden.

Spätestens mit Java 8 ist aus meiner Sicht JavaFX also reif für den Enterprise-Einsatz. Wenn man aktuell mit einem neuen Projekt startet, würde ich jedem empfehlen, JavaFX in die Überlegungen mit einzubeziehen und nur in Ausnahmefällen andere Technologien vorziehen.

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