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Code Editor Framework wieder im Fokus

JavaFX für Eclipse: e(fx)clipse 2.4.0 mit verbessertem Quellcodeeditor

Dominik Mohilo

© Shutterstock / artjazz

Seit Jahren macht das Projekt e(fx)clipse eine Laufzeitumgebung und das dazu passende JavaFX-Tooling für die Entwicklungsumgebung Eclipse verfügbar. Im neuen Update ging es einmal mehr um die Weiterentwicklung des Code Editor Frameworks, allerdings gibt es auch einige Verbesserungen in den Bereichen Optik und APIs.

Bereits im letzten Update (2.3.0) stand das Code Editor Framework im Fokus der e(fx)clipse-Entwickler. Auch in Version 2.4.0 wurde das Hauptaugenmerk auf diesen Teil von e(fx)clipse gelegt, wobei die größte Änderung wohl das Anbieten der Eclipse-Features wie die Keyboard-Navigation oder Hover-Information von Haus aus. Wie immer wurde auch darauf geachtet, keine JavaFX-Abhängigkeiten zu implementieren, sondern einen klaren Schnitt zu machen zwischen den Kern-Services, die die puren Daten liefern, und den Visualisierungsservices, die diese Daten darstellen (etwa in JavaFX).

Änderungen am Code Editor Framework

Highlighting

Zu den weiteren Features des aktuellen Updates gehört ein verbessertes Lexical-Code-Highlighting. Die Standardregeln wurden so angepasst, dass sie nun dem Verhalten des Highlightings des Eclipse Java-Editors entsprechen.


Lexical Code Highlighting
Bis Version 2.3.0

Ab Version 2.4.0


Auch mehrzeilige Lua-Strings und -Kommentare sind nun durch neu erstellte Regeln in Sachen Highlighting abgedeckt. Mit dem Registrieren eines Services des Typs DynamicScannerRuleCalculator ist es Programmierern nach dem Update auf 2.4.0 möglich, Regeln für das Highlighting dynamisch zu definieren und einzubinden. Die ldef-Sprache erlaubt es zwar, Regeln auf eine sehr einfache Weise zu definieren, allerdings müssen diese im Vorfeld angelegt werden. Da dies nicht immer zweckmäßig ist und Regeln gewisse Dinge berücksichtigen müssen, die zum Start eines Projektes noch nicht ersichtlich waren, wurde diese Änderung notwendig.

Weitere Änderungen im Code-Editor

Neben den umfangreichen Verbesserungen im Bereich Highlighting, wurde auch die Auto-Vervollständigung noch einmal aufgebohrt: Der Editor ist nun so konfigurierbar, dass die Auto-Vervollständigung nicht nur mit STRG + Leertaste, sondern auch in dem Moment, wo ein Punkt getippt wird, aktiviert wird. e(fx)clipse 2.4.0 hat außerdem eine überarbeitete Code-Navigation im Gepäck. Diese entspricht nun ebenfalls jener aus der Eclipse IDE und beinhaltet Low-level APIs, um an gewisse Positionen im Editor zu springen.

e4 on JavaFX

Das Framework beinhaltet ab Version 2.4.0 die Möglichkeit, einen Button für die Änderung der Perspektive in die TrimBar einzufügen (PerspectiveSwitcherComponent), zudem kann nun der Datei Application.e4xmi der Tag efx-center-on-screen hinzugefügt werden, sodass das Fenster zentriert auf dem Bildschirm dargestellt wird.

Der internen Abstraktion, die von e4 on JavaFX genutzt wird, fehlte bisher die Unterstützung für HiDPI-Bilder, welche in JavaFX bereits seit einiger Zeit implementiert ist. Diese wurde im aktuellen Update von e(fx)clipse hinzugefügt. Außerdem gibt es nun ein kleines Hilfsfeature, das es Nutzern erlaubt, einfache Template-Ausdrücke zu evaluieren und ihnen Formate zuzuweisen. Auf seinem Blog hat Tom Schindl folgendes Listing zur Veranschaulichung bereitgestellt:

class Person {
   String name = "Tom";
   Date birthday = new Date(1,4,79);
}

Person p = new Person();
TextUtil.templateValuSubstitutor(
  "The birthday from ${p.name} is on ${p.birthday,date,short}", Collections.singletonMap("p",p) );

Weitere Informationen zum aktuellen Update von e(fx)clipse gibt es sowohl im aktuellen Blog-Eintrag von Tom Schindl, als auch auf der Eclipse-Projektseite und der Release Review-Seite von Eclipse.

Aufmacherbild: Laptop with color splash isolated on white background von Shutterstock / Urheberrecht: artjazz

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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