Reaktive Modelle am Beispiel von Benutzerschnittstellen im Fahrzeug

JavaFX auf Rädern

Simon Gerlach, Jens Ehrke
© iStockphoto.com/Firstsignal

Das gute alte Autoradio ist längst zu einer multimedialen, vernetzten Kommandozentrale geworden, die während der Fahrt sicher beherrscht sein will. Geprägt von Smartphones und Tablets, erwarten Autofahrer ein ansprechendes und intuitives Bedienerlebnis im Fahrzeug. Wir stellen ein JavaFX-Framework der Volkswagen-Konzernforschung vor, mit dem komplexe Bedienabläufe in modernen Benutzeroberflächen gemeistert werden können. Als Alternative zur Zustandsmodellierung führen wir reaktive Modelle ein, die sich hervorragend mit den Bindings und dem pulsgetriebenen Quantum-Toolkit von JavaFX implementieren lassen. Mit der Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit von JavaFX auf eingebetteten Systemen wird ein möglicher Serieneinsatz untersucht.

Für verschiedene Forschungsprojekte hat die Volkswagen-Konzernforschung das flexible Framework „Tappas“ zur Entwicklung von Benutzerschnittstellen entwickelt. Sein Einsatzgebiet sind Infotainmentsysteme in der Mittelkonsole und Armaturentafeln von Forschungsfahrzeugen. Das Spektrum reicht von kleinen Touchscreens, die von Tasten umgeben sind, über größere reine Touchscreens bis hin zu Systemen, die mehrere Displays mit einer indirekten Bedienung kombinieren.

In diesen so genannten Hauptanwendungen lassen sich nach Belieben Tappas-Apps installieren und ausführen. Neben Standard-Apps für Radio, Medien, Telefon, Kontakte, Navigation, Karte, Klimatisierung, Webbrowser etc. können projektspezifische Apps ergänzt werden. Die Hauptanwendung entscheidet jeweils über Platzierung und Größe der Apps. Im einfachsten Fall wird eine App im Vollbild dargestellt. Je nach Bedienkonzept der Hauptanwendung können Apps auch parallel nebeneinander in unterschiedlichsten Aufteilungen gezeigt und in Übergängen animiert werden.

(Lesen Sie den kompletten Artikel im Java Magazin 1.15)

Geschrieben von
Simon Gerlach
Simon Gerlach
Simon Gerlach ist Softwareentwickler in der Infotainment-Vorentwicklung bei Volkswagen. Sein Interessensschwerpunkt sind Methoden und Technologien zur Entwicklung moderner Benutzerschnittstellen im Fahrzeug.Mail: simon.gerlach@volkswagen.de
Jens Ehrke
Jens Ehrke
Jens Ehrke startete als Informatiker bei der Robert Bosch GmbH in der Forschung und Vorausentwicklung Softwaretechnologie, konzentrierte sich auf Modellierung und Simulation von Benutzerschnittstellen in Java für Kunden wie Blaupunkt, Olympus, Samsung, Siemens, Audi, und arbeitet heute als Softwarearchitekt für die Volkswagen-Konzernforschung.Mail: jens.ehrke@volkswagen.de
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