JavaFX-2.0-Integration mit Eclipse 4.x

Offene Fragen

Die Frage, die ich am häufigsten gestellt bekomme, lautet folgendermaßen: Ist das Ganze nur ein Proof of Concept oder kann man in Zukunft produktreife Applikationen mit der Eclipse 4.x Application Platform und JavaFX erstellen? Im Moment (Stand Dezember 2011) ist die aktuelle Implementierung der JavaFX-basierten Rendering Engine schon mehr als ein Proof of Concept, aber noch nicht produktreif. Was aber schon ganz klar ist: Mit dem entsprechendem Aufwand kann man das Ganze durchaus produktreif machen. Wie schon oben erwähnt, wünsche ich mir ein Refactoring der SWT-basierten Renderer und Workbench-Implementierungen, das alle UI-unspezifischen Teile auslagert und die Wiederverwendung bei neuen Renderern ermöglicht. Da sowohl Tom Schindl als auch ich Committer bei e4 sind, sehe ich eine gute Chance, dass das irgendwann passiert. Es ist eher eine Zeitfrage als eine Machbarkeitsfrage. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Modell-Add-ons, die zum Beispiel das Maximieren/Minimieren von PartStacks oder das Drag and Drop von Parts implementieren. Ich bin gerade dabei, einige dieser Add-ons zu portieren, auch hier könnte man schön den generischen Workbench-Modellteil vom spezifischen UI-Toolkit-Teil trennen.

Fazit und Ausblick

In diesem Artikel habe ich Ihnen kurz vorgestellt, wie eine JavaFX-2.0-basierte Rendering-Engine an die Eclipse 4.x Application Platform anbindet. Das neue e(fx)clipse-Projekt von Tom Schindl bietet heute schon eine sehr gute Grundlage, ist aber natürlich noch ausbaufähig. Ich habe auf jeden Fall vor, noch kräftig daran zu arbeiten, denn für mich wäre eine produktreife Integration von Eclipse 4.x und JavaFX sehr interessant, insbesondere wenn man neue/vorgegebene UI-Designs implementieren will, die von den Betriebssystem-Defaults abweichen.

Kai Tödter ist Senior Engineer im Global Technology Field „System Architecture and Platforms“ der Siemens Corporate Technology. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Java-Technologie, insbesondere im Rich-Client- und RIA-Umfeld. Kai vertritt Siemens in der Eclipse Foundation, ist Committer bei e4 und e(fx)clipse und ist bekannt durch Beiträge auf internationalen Konferenzen und seinen Blog. E-Mail: kai.toedter@siemens.com. Blog: http://www.toedter.com/blog. Twitter: http://www.twitter.com/kaitoedter. Google+: http://www.gplus.to/toedter.
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.