Quarkus 1.1.0 ist da!

Quarkus 1.1.0 mit Template Engine und GraalVM 19.2.1

Katharina Degenmann

© Shutterstock / Triff

Das Java Framework Quarkus soll Java für das Cloud-Native-Zeitalter mit Kubernetes und Serverless fit machen. Mit Quarkus 1.1.0 ist nun das erste Minor-Release nach der Hauptversion erschienen. Diese enthält unter anderem eine Qute Template Engine, Support für die YAML-Konfiguration, ein Upgrade auf Gradle 6 und ein Spring-Sicherheits-API.

Quarkus, das Java Framework aus der Softwareschmiede Red Hat, hat seit dem ersten Release im März 2019 eine sehr große Zahl an Updates erfahren. Auf dem Weg zu Quarkus 1.0.0 veröffentlichte das Team des Open-Source-Projektes innerhalb von nur 36 Wochen 30 Updates, was einem Release alle 9 Tage entspricht. Quasi im Wochenrhythmus wurden also neue Funktionen hinzugefügt und lästige Bugs ausgemerzt.

Im November 2019 ist dann das erste Major-Release erschienen. Zwar enthielt die Hauptversion keine größeren Änderungen, stellte aber dennoch einen wichtigen Meilenstein für das Projekt dar. Nun ist Quarkus 1.1.0 erschienen.

Quarkus 1.1.0 – Das ist neu

GraalVM 19.2.1

Die wichtigste Nachricht zuerst: Die unterstützte GraalVM-Version zum Erstellen von nativen ausführbaren Dateien ist 19.2.1. Denn wie in den Release Notes zu lesen ist, wurde das GraalVM 19.3-Upgrade in 1.1.0. erst einmal zurückgesetzt.

Template Engine

Ganz neu mit an Bord ist hingegen die Template Engine für die Build Time, genannt Qute. Sie soll speziell auf die Anforderungen von Quarkus zugeschnitten sein. So wurde etwa der Bedarf an Reflexion minimiert, um die Größe der native Images zu reduzieren. Darüber hinaus zielt Qute darauf ab, die meisten Template-Probleme bereits während der Build Time zu erkennen.

Wer Qute gerne einmal selbst testen möchte, kann auf einen Guide zur Einführung zurückgreifen. Doch Achtung: Aktuell steht Qute noch im experimentellen Status zur Verfügung!

YAML Support und Gradle-Erweiterungen

Quarkus 1.1.0 unterstützt zudem YAML für die Quarkus-Konfiguration. Hierfür muss lediglich die Erweiterung config-yaml hinzugefügt werden, worauf Quarkus automatisch die application.yaml-Datei übernimmt.

Auch in Sachen Sprachunterstützung verkündet der Kubernetes Native Java Stack einige Neuerungen. Mit Quarkus 1.1.0 wurde nun auf Gradle 6 aktualisiert. Zudem wird ab sofort nicht mehr standardmäßig die Erstellung einer nativen ausführbaren Datei ausgelöst. Um eine ausführbare Datei zu erstellen, wird nun ./gradlew buildNative benötigt.

Logging

Im Bereich Logging bietet Quarkus nun Support für das Graylog Extended Log Format (GELF) über die Logging-FL-Erweiterung. Damit lassen sich Logs auf einen ELK- oder EFK-Stack verschieben.

Aufgrund neu hinzugefügter Ergänzungen im Bereich Logging-Json lassen sich Logs als JSON formatieren, und auch Logging-Sentry-Erweiterung wurden eingeführt, um die Überwachung von Anwendungsexceptions zu ermöglichen.

Weitere Neuerungen

Neben all den oben genannten Neuerungen hat Quarkus 1.1 auch noch ein Spring-Sicherheits-API im Gepäck. Welche Änderungen sonst noch mit Quarkus 1.1.0 eingeführt wurden, und alle Informationen im Detail, stehen im Blogbeitrag und auf GitHub zum Nachlesen bereit.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina ist hauptberuflich hilfsbereite Online- und Print-Redakteurin sowie Bücher- und Filme-Junkie. Nebenbei ist sie Möchtegern-Schriftstellerin, die heimlich hofft, eines Tages ihr Geld als Kaffee-Testerin zu verdienen. Seit Februar 2018 arbeitet sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH, davor hat sie Politikwissenschaft und Philosophie studiert.
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1 Kommentar auf "Quarkus 1.1.0 mit Template Engine und GraalVM 19.2.1"

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Sebastian Sickelmann
Gast

Einfach nur übersetzt? „native images“ -> „nativen Bilder“ . Von einer Fachredaktion erwarte ich etwas mehr.