Ganz schön Groovy!

Groovy 3.0 ist da und hat neuen Parser im Gepäck

Katharina Degenmann

© Shutterstock/ Rawpixel.com

Die JVM-Programmiersprache Groovy ist in Version 3.0 erschienen. Hierbei handelt es sich um das erste Milestone-Release, das den Stempel der Apache Foundation trägt. Wie ein Blick auf die Features verrät, zählt der neue Parrot Parser zu den wichtigsten Neuerungen.

Apache Groovy ist eine objektorientierte Sprache, die mit der Java-Syntax kompatibel ist. Sie gilt als Programmiersprache sowie als Skriptsprache gleichermaßen. Zu den Funktionen von Groovy, die nicht in Java enthalten sind, gehören die Unterstützung domänenspezifischer Sprachen (DSLs) und die Metaprogrammierung.

Ursprünglich stand die Open-Source-Sprache unter Schirmherrschaft von Pivotal, allerdings wurde sie bereits 2015 an die Apache Foundation übergeben. Für die Apache Foundation – und gegen die Eclipse Foundation bzw. die Software Freedom Conservancy – hatte man sich entschieden, weil Erstere der Grundeinstellung und den besonderen Ansprüchen des Groovy-Teams am besten gerecht werde. Nun wurde Groovy 3.0 veröffentlicht – das erste Milestone-Release unter der Apache Foundation.

Apache Groovy 3.0

Zu den Feature-Highlights der neuen Version zählt ohne Frage der neu eingeführte Parrot Parser. Dieser sei um zusätzliche Syntaxoptionen erweitert worden und verfügt über Unterstützung von zusätzlichen Sprachfunktionen.

Do-while Control-flow Statement

Zu den neuen Kontrollfluss-Features gehören Do-und While-Anweisungen, die nun in Java-Klassen unterstützt werden.

Überdies wurde auch an den For-Schleifen geschraubt. Die for-Anweisung existiert bereits in Groovy 2.x, unterstützt aber nicht genau dieselbe Syntax wie in Java. Um dies zu beheben, hat Groovy 3.0 den Support für mehrere, durch Kommata getrennte Expressions in Initialisierungs- und Inkrementierungs-Expressions in einer for-Anweisung hinzugefügt.

Automatisches Ressourcenmanagement & Operatoren

An Bord von Version 3.0 ist zudem ein automatisches Ressourcenmanagement (try-with-resources). Java unterstützt die Anweisung try-with-resources als eine Variante der try-Anweisung, um eine oder mehrere Ressourcen zu deklarieren. Eine Ressource könnte etwa ein JDBC-Anweisungsobjekt sein. Mit Groovy 3.0 werden try-with-resources nun unterstützt.

Der Satz der Groovy-Operatoren wurde um einige Ausnahmen erweitert und korrigiert. So gibt es ab sofort Unterstützung für die !instanceof und die !in-Operatoren, bei denen Klammern nicht benötigt werden. Ebenfalls neuhinzugefügt wurde ein neuer Identitätsoperator ===, der mit der Methode is () identisch ist.

Alle weiteren Informationen zu Groovy 3.0 stehen in den Release Notes zum Nachlesen bereit.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina ist hauptberuflich hilfsbereite Online- und Print-Redakteurin sowie Bücher- und Filme-Junkie. Nebenbei ist sie Möchtegern-Schriftstellerin, die heimlich hofft, eines Tages ihr Geld als Kaffee-Testerin zu verdienen. Von Februar 2018 bis Februar 2020 hat sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH gearbeitet, davor hat sie Politikwissenschaft und Philosophie studiert.
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