Ordnung im Containerchaos

Java Magazin 12.17 erschienen: Titelthema: Container

Dominik Mohilo

Container haben die Art und Weise wie heute Software entwickelt wird grundlegend verändert. Manches ist einfacher geworden, aber sicherlich nicht alles. Die aktuelle Ausgabe des Java Magazins zeigt mit hilfreichen Tipps und How-Tos wie man das Containerchaos vermeiden kann.

Früher war alles besser. Wer von uns hat diesen Satz nicht schon in der ein oder anderen Situation gehört – oder gar selbst gedacht? So nachvollziehbar und naheliegend diese Aussage auch sein mag, die Zeit verklärt ungemein. Wir erinnern uns an die besonders schönen Dinge eben lieber, als dass wir uns die negativen und zuweilen unangenehmen Dinge in Erinnerung rufen. Das ist nur allzu menschlich.

Früher war also nicht alles besser. Gerade im Hinblick auf die Softwareentwicklung kann man davon ausgehen, dass sich die Situation mit jedem Update der Editoren und Entwicklungsumgebungen eher verbessert. Neue Technologien und die Evolution des Programmierens machen das Leben von Codern Tag für Tag ein wenig leichter. Doch soll das nicht heißen, dass früher alles schlecht war. Wie der Kabarettist Jochen Malmsheimer einst sagte, war zwar früher nicht alles besser, manches war aber gut. Freilich sprach er dabei nicht von der Anwendungsentwicklung, sondern vom Kulturgut Butterbrot (ohne Salat und Erlebnisküchengedöns), doch traf er den Kern der Sache eigentlich ganz gut. Gerade in die Containertechnologie lässt sich das Ganze ohne Weiteres übertragen.

Wer heute an Container denkt, der hat sofort zwei Dinge im Kopf: Zum einen ein großes Frachtschiff, beladen mit turmhohen Ansammlungen von verschiedenfarbigen Metallkästen, zum anderen einen kleinen blauen Wal, der verschmitzt lächelnd neun solcher Container auf seinem Rücken trägt. Doch obwohl Container in der modernen Welt der IT unweigerlich mit Docker in Verbindung gebracht werden, hat Docker das sprichwörtliche Rad nicht neu erfunden. Ein klarer Fall von „Früher war nicht alles besser, manches aber gut“.

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Die Containertechnologie existiert nämlich bereits seit etwa einem Jahrzehnt und ihre Wurzeln reichen noch viel weiter in die Geschichte von Linux zurück. Doch Docker und viele weitere neu erschaffene Werkzeuge haben in den vergangenen vier Jahren dafür gesorgt, dass die klassische virtuelle Maschine immer mehr an Relevanz verloren hat. Schuster bleib bei deinen Leisten? Eine Devise, die nicht gut mit der IT-Welt korreliert.

Das ist auch der Grund, warum sich die Containertechnologie zu jeder Zeit im Wandel befindet. In dieser Ausgabe geben die Autoren in unserem Schwerpunkt nicht nur Tipps und Tricks dafür, wie Sie, liebe Leser, Docker und Container in klassischer Weise zu Ihrem Vorteil einsetzen können. Auch die nächste Stufe der Evolution, etwa Container in der Cloud und Serverless zu betreiben, ist mit dieser Ausgabe keine Tagträumerei mehr. Und hieß es nicht auch schon früher immer „Alles Gute kommt von oben“?

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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