Java-GWT-Framework Vaadin 6.8 verfügbar

Hartmut Schlosser

Unter den zahlreichen Webframeworks, die es für Java-Entwickler gibt, hat sich in den letzten Monaten Vaadin als interessante Alternative herauskristallisiert. Soeben ist das Update 6.8 von Vaadin erschienen.

Bei Vaadin handelt es sich um ein serverseitiges RIA-Framework, das GWT als Rendering Engine benutzt. Die GUI-Logik wird dabei rein serverseitig implementiert, ähnlich wie auch bei JSF. Das Problem des clientseitigen Renderings mit seinen Höhen und Tiefen wird also an Google abgetreten, frei nach dem Motto: „Es langt, wenn sich die GWT-Jungs mit Themen wie Browserinkompatibilitäten herumschlagen. Wir konzentrieren uns auf den Server und die Kommunikation zwischen Client und Server“ (Florian Müller).

Vaadin 6.8 ist ein Bugfix-Release der 6.x-Linie und enthält als solche keine wichtigen neuen Features. Die 45 Fixes rechtfertigen dennoch das Update, zumal es sich um das letzte Release vor der Version 7.0 handeln könnte, die für Ende September geplant ist. Unter den kleinen Verbesserungen befindet sich Button.click(), das das server-seitige Klicken erlaubt. Außerdem kann jetzt HTML für Button Captions genutzt werden. Das Ziel, die User Experience für Tablets und Smartphones durch Hardware-beschleunigtes Scrollen zu verbessern, musste indes aufgrund von Bugs in iOS 5 und Android 3+ zunächst einmal auf Eis gelegt werden. Alle Änderungen in Vaadin 6.8 sind in den Release Notes verzeichnet.

In Vaadin 7 wird es dann ans Eingemachte gehen. Beispielsweise soll das „Browser Window API“ in ein Low-Level und ein High-Level API aufgesplittet werden, neue Extension Points für Add-ons implementiert sowie ein Server-Side Push API inklusive Support für Web Sockets fertig gestellt werden.

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Hartmut Schlosser
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