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IoT-Hardware: Tinkerforge veröffentlicht neuen Baustein 'RED Brick'

Diana Kupfer
© Tinkerforge

Wie rasant der Internet-of-Things-Markt wächst, zeigt nicht nur das immer größere einschlägige Software- und Service-Angebot, sondern auch die wachsende Vielfalt an günstiger Hardware. Paradebeispiel ist das Arduino-Ökosystem, das dank seiner kreativen Community an Innovationskraft kaum zu übertreffen ist. Auch die Raspberry Pi Foundation hat in Sachen Neuentwicklungen einen Zahn zugelegt: Allein in den vergangenen fünf Monaten veröffentlichte sie zwei neue Versionen ihres populären Einplatinencomputers. Auf dem IoT-Hardware-Markt tummelt sich aber auch eine Reihe weiterer interessanter Player, die international zwar weniger Beachtung finden, aber nicht weniger innovative Lösungen entwickeln: So hat der nordrhein-westfälische Elektronikhersteller Tinkerforge, bekannt für seinen gleichnamigen Hardware-Baukasten, gerade ein neuen Baustein für die Umsetzung eigener IoT-Projekte veröffentlicht: den RED Brick.

Quadratisch, praktisch, IoT

Der RED Brick, kurz für Rapid Embedded Development Brick, ist ein neues Hauptmodul, das im quadratischen Format des bewährten Master Brick daherkommt. Über ihn können Erweiterungen, so genannte Bricklets, oder andere Bricks gesteuert werden – alternativ zum Zugriff vom PC aus. Ausgestattet ist er mit einem Micro-HDMI-Anschluss, der eine Ausführung von Programmen mit grafischer Oberfläche ermöglicht. Außerdem stellt das Board eine USB-2.0-Schnittstelle bereit und kann um eine Ethernet-Schnittstelle, die Ethernet Master Extension, erweitert werden.

Sprachvielfalt

Ein Programm zur Steuerung von Hardware-Komponenten kann auf einem normalen Desktop-Rechner oder Laptop entwickelt und dann per Knopfdruck auf den RED Brick übertragen werden. Programmieren lässt sich in den unterschiedlichsten Sprachen und Entwicklungsumgebungen: C, C++, C#, Delphi, Lazarus, Java, JavaScript, LabVIEW, Mathematica, MATLAB, Octave, Perl, PHP, Python, Ruby, Shell und Visual Basic .NET. Vorinstalliert sind das Tinkerforge API und häufig verwendete Bibliotheken, die je nach Bedarf ergänzt werden können.

Ohne Lötkolben können damit einfache Projekte umgesetzt werden – mit schnellen Erfolgserlebnissen, wie etwa die JAXenter-Tutorial-Reihe „IoT mit Java 8 und Tinkerforge“ von Sven Ruppert zeigt. Eine anschauliche Einführung in die Besonderheiten des RED Brick gibt folgendes Video:

Weitere Spezifikationen des RED Brick

Prozessor: Allwinner A10s, Cortex A8 1GHz, 3D Mali400 GPU, NEON

Speicher: 512MB DDR3 SDRAM, Micro-SD-Karte als Flash Speicher

Anschlüsse: USB-2.0-Host, Micro-HDMI (Typ D), Mini-USB, Stapel Verbinder, GPIO FPC Steckverbinder

Abmessungen: 40 x 40 x 16mm (1,57 x 1,57 x 0,63″)

Gewicht: 14 g

Stromverbrauch: 0,75W (5V/150mA, Leerlauf); 1,1W (5V/220mA, 100% Last)

Der RED Brick kostet rund 70 Euro.

Internet of Things Conference 2015Tipp: Die Internet of Things Conference findet auch im nächsten Jahr wieder statt, vom 23. bis 26. März 2015 in München. Jetzt schon können Sie sich Tickets sichern – und zwar zu den vergünstigten Frühbuchertarifen: Wer sich bis zum 18.12.2014 für die Hauptkonferenz anmeldet, kann zusätzlich einen Power-Workshop-Tag besuchen und erhält obendrein ein Gratis-Tablet geschenkt.

Alle Infos unter:  http://iotcon.de/

Geschrieben von
Diana Kupfer
Diana Kupfer
Diana Kupfer war Redakteurin bei S&S Media für die Zeitschriften Java Magazin, Eclipse Magazin und das Portal JAXenter. 
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