Hohe Monetarisierungsrate

Internet of Things: 65 % der IoT-Apps sorgen für Umsatz

Michael Thomas

(c) Shutterstock / Fajne obrazki

Laut einer aktuellen Studie generieren 65 % der IoT-Apps im produktiven Einsatz echte Umsätze. Der Großteil der IoT-Lösungen findet sich dabei in den Bereichen Smart Home, Wearables sowie Sport und Fitness.

Wie die von dem Applikations-Infrastruktur-Software-Anbieter Progress in Auftrag gegebene und von Harbor Research durchgeführte Studie zeigt, schätzen die Teilnehmer, dass 65 % der IoT-Apps im produktiven Einsatz reale Umsätze generieren. Die befragten Entwickler gehen des Weiteren davon aus, dass dieser Anteil bis zum Jahr 2018 auf ganze 80 % anwachsen wird.

Während zur Zeit noch Lösungen in den Bereichen Smart Home (19 %), Wearables (13 %), Sport und Fitness (11 %) als marktbeherrschend gesehen werden, wird den Einschätzungen zufolge innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre der Gesundheitssektor (14 %), Smart Cities (13 %) sowie die Automobilbranche (12 %) deutlich an Gewicht gewinnen.

Bevorzugte Sprachen und Technologien

Auch in Hinblick auf bevozugte Technologien und Sprachen erlaubt die Studie interessante Einblicke. Demnach ist Android mit 29 % das mit Abstand beliebteste OS für die IoT-App-Entwicklung, gefolgt von Windows (24 %), Linux (21 %) und iOS (16 %).

Bei den verwendeten Sprachen bzw. Plattformen, die der serverseitigen Sammlung und Integration von Daten dienen, ist der Spitzenreiter noch klarer zu benennen: Ganze 55 % der befragten Entwickler bevorzugen Java. PHP und Node.js folgen erst weit abgeschlagen mit 17 bzw. 12 %. Immerhin 40 % der Befragten nutzen für die App-Erstellung immer bzw. normalerweise ein Rapid Application Development Tool.

Datenschutz und Schutz der Privatsphäre als große Herausforderungen

Als wichtigste aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit IoT-Apps identifizierten die Entwickler den Schutz der Privatsphäre, offene und interoperable Standards sowie den Schutz von Daten vor Cyber-Angriffen. Kommerziellen Anbietern (31 %) und der Open-Source-Community (24 %) trauen die Entwickler am ehesten zu, diese Herausforderungen zu meistern. Behörden und Branchenverbände erfreuen sich hingegen keiner allzu großen Gunst: Nur 8 bzw. 7 % der Befragten gehen davon aus, dass diese einen sinnvollen Beitrag leisten können.

Fehlende Technologien, Skills und Tools

Zahlreiche der Studienteilnehmer haben den Eindruck, dass sie immer noch nicht über die wirklich nötigen Technologien (50 %), Skills (50 %) oder Tools (45 %) verfügen, um das Potenzial des Internet of Things voll auszuschöpfen. Weitere 30 % der Entwickler haben zudem das Gefühl, von der Datenflut, die für kontextbezogene IoT-Apps nötig ist, überrollt zu werden.

Der komplette Bericht kann nach Registrierung bei Progress heruntergeladen werden. Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 675 App-Entwickler aus sieben Ländern (USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Schweden, Niederlande und Indien) befragt.

Aufmacherbild: chat speech bubbles von Shutterstock / Urheberrecht: Fajne obrazki

Verwandte Themen:

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
4000
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: