Außerdem: Ikea führt Smart-Home-Geräte ins Sortiment ein

Inside IoT: Sicherheitsrisiko Reinigungsautomat & Gewinner der Astro-Pi-Challenge

Mascha Schnellbacher

© Shutterstock.com / Tolikoff Photography

Die Highlights aus dem IoT-Universum: Ein Miele-Reinigungsautomat wird zum Sicherheitsrisiko im IoT, die Gewinner der Astro-Pi-Challenge stehen fest und Ikea führt Smart-Home-Geräte ins Sortiment ein. Außerdem werden selbstfahrende Autos ausgetrickst und beim 2017 Hackaday Prize lädt die Challenge „Internet of Useful Things“ zum Mitmachen ein.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

IoT: Sicherheitsrisiko Reinigungsautomat

Das Internet of Shit hat Zuwachs bekommen: Seit November ist ein Bug der Kategorie Web Server Directory Traversal in einem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten von Miele (PG 8528) bekannt. Dagegen getan wurde allerdings bislang… nichts.

Das Gerät besitzt eine Schnittstelle zum Internet und einen Webserver, über den Angreifer auf Dateien zugreifen können, die nicht für diesen freigegeben sind. Außerdem lassen sich so Inhalte ausspähen und auch Dateien verändern.

Entdeckt wurde das Sicherheitsleck bereits im November vom Sicherheitsexperten Jens Regel. Regel hatte den Bug daraufhin direkt Miele gemeldet, allerdings folgte bis im Februar keine Reaktion. Daraufhin entschloss sich Regel, das Leck über Full Disclosure zu veröffentlichen. Warten wir mal ab, wie Miele reagiert – wir bleiben dran.

Raspberry Pi: Gewinner der Astro-Pi-Challenge stehen fest

Im vergangenen Oktober startete die erste europäische Astro-Pi-Challenge: Schüler aus ganz Europa sollten Raspi-Projekte entwickeln, die ESA-Astronaut Thomas Pesquet dann mit zur ISS nimmt. Jetzt stehen die Gewinner des Wettbewerbs fest – aus jedem Teilnahmeland konnten sich bis zu fünf Teams qualifizieren – zusätzlich wurden noch weitere Projekte als „Highly Commended“ ausgewählt.

Mit dabei sind Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Irland, Deutschland, Norwegen, Ungarn und Belgien. Die jeweiligen Codes werden nun an Pesquet auf die ISS geschickt und bis zum Frühjahr 2017 dort belassen.

Ikea führt Smart-Home-Geräte ins Sortiment ein

Der schwedische Möbelgigant plant eine Ausweitung seines ohnehin schon großen Kerngeschäfts: Ab Ende März können Kunden auch smarte Beleuchtung bei Ikea erwerben – allerdings erstmal nur in schwedischen Stores. Die Produktlinie nennt sich Trådfri („wireless“) und basiert auf dem ZigBee-Light-Link-Standard.

Spannend ist hier natürlich der Preis: Ein Basis-System bestehend aus Internet-Gateway, Fernbedienung und zwei Glühbirnen kostet rund 78 Euro. Zudem kündet das Werbevideo von einem gestengesteuerten Dimmer, der das Licht allein durch Handbewegung steuert. Der Dimmer ist für knapp 18 Euro zu haben. Weitere Trådfri-Bundles enthalten ein Bewegungssensor-Set und eine Lampe sowie eine Fernbedienung. Die Gateway-Einheit ist für 26 Euro auch einzeln zu bekommen.

Selbstfahrende Autos austricksen

Wusstet ihr schon, dass man selbstfahrende Autos mit ein bisschen Salz ganz schön verwirren kann? Der britische Künstler James Briddle hat mit seinem Projekt „Autonomous Trap 001“ autonomen Fahrzeugen die Grenzen aufgezeigt.

Mit einigen Tüten Salz hat Briddle zwei Kreise auf die Straße gezeichnet – außen eine gestrichelte Linie und parallel dazu innen eine durchgezogene. Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Fahrzeuge von der Seite mit der gestrichelten Linie die durchgezogene Linie überqueren, aber eben nicht andersherum.

Das von ihm selbst programmierte Connected Car fuhr dann auch prompt in die Falle: Das Auto fährt in den Kreis, bleibt dann aber stehen, weil es sonst über die durchgezogene Linie fahren müsste. Ohne gegen die StVO und die programmierten Regeln zu verstoßen, gibt es für das Fahrzeug aber kein Entkommen.

Autonomous Trap 001 from stml on Vimeo.

2017 Hackaday Prize: Internet of Useful Things

Seit 20. März läuft der alljährliche Hackaday Prize, während dem Entwickler ihre Ideen präsentieren können und die Welt ein kleines bisschen besser machen sollen. Insgesamt stehen fünf Challenges offen, uns interessiert natürlich besonders der Wettbewerb um connected devices that don’t suck Internet of Useful Things.

Die Challenge „IUT ! IoT (Internet of Useful Things)“ startet am 1. Mai und läuft bis 12. Juni. Eingereichte Ideen sollen das IoT besser machen, indem beispielsweise Probleme wie Wasserversorgung, Energiekonsum oder Landwirtschaft adressiert werden. Mindestvoraussetzungen für eine Teilnahme sind die ausformulierte Idee, ein Bild des Projekts im Einsatz, Dokumentation sowie vier Build-Logs. Zu gewinnen gibt’s natürlich auch was: Insgesamt sind über 250.000 Dollar im Pott.

Geschrieben von
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher studierte Buchwissenschaft und Deutsche Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Juni 2015 arbeitet sie als Redakteurin in der Redaktion des Entwickler Magazins bei Software & Support Media. Zuvor war sie als Lektorin in einem Verlag sowie als freie Editorin tätig.
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