Neue Cloud-Dienste sollen Daten aus dem Internet der Dinge optimal nutzen

IBM investiert 3 Milliarden Dollar in neue IoT-Einheit

Michael Thomas

© Shutterstock.com/Sergey Nivens

Wie IBM kürzlich bekannt gegeben hat, will das Unternehmen in den kommenden vier Jahren insgesamt 3 Milliarden US-Dollar in den Aufbau einer neuen IoT-Einheit investieren. Dazu gehört offenbar eine cloudbasierte offene Plattform, die es den Kunden von IBM ermöglichen soll, u.a. Echtzeit-Sensordaten direkt in deren Geschäftsabläufe zu integrieren.

IBM schätzt, dass 90 Prozent aller von Geräten wie Smartphones und Tablets generierten Daten weder analysiert noch genutzt werden. 60 Prozent dieser Daten verlieren bereits wenige Millisekunden nach ihrer Erzeugung ihren Wert, wenn sie nicht direkt verwertet werden. Hier will der Konzern mit seinen neuen Cloud-Daten-Diensten und Entwickler-Tools ansetzen.

Neue Dienste und Tools

Bei der IBM IoT Cloud Open Platform for Industries handelt es sich um ein Analyse-Angebote, das der Entwicklung und Bereitstellung vertikaler IoT-Lösungen in der IBM-Cloud dient. So soll die Realisierung spezifischer datengesteuerter Lösungen möglich sein; IBM nennt beispielsweise die Gestaltung dynamischer Preismodelle von Versicherungen, die jeweils individuell auf die Versicherten zugeschnitten sind.

Als Teil des Bluemix PaaS-Angebots stellt die IBM Bluemix IoT Zone neue Dienste bereit, die es ermöglichen sollen, bereits bestehende Geschäftsanwendungen durch die Einbindung von Echtzeit-Daten und Embedded Analytics weiter zu automatisieren und zu optimieren.

Außerdem plant IBM die Erweiterung seines IoT-Ökosystems. Besonders wird hierbei die erst kürzlich geschlossene strategische Partnerschaft mit The Weather Company herausgestellt. Diese soll tagtäglich über 26 Milliarden Wetterprognosen – zusammengeführt aus Datenquellen von mehr als 100.000 Wettersensoren – hervorbringen, die Unternehmen ein besseres Verständnis dafür, welche Auswirkungen das Wetter auf ihre Geschäftsergebnisse hat, vermitteln sollen.

Mit den angekündigten Schritten streckt IBM seine Fühler in Richtung Internet of Things aus, nachdem der Konzern im vergangenen Jahr besonderes Engagement im Cloud-Bereich zeigte: So schlossen IBM und SAP im Oktober eine Partnerschaft im Bereich Cloud-Infrastruktur-Services. Im November folgte in Zusammenarbeit mit Univention sowie einem Netzwerk von Providern, Software-Anbietern und Systemintegratoren die Gründung der Open Cloud Alliance (OCA).

Aufmacherbild: Image of business woman watering money tree. Currency concept von Shutterstock.com / Urheberrecht: Sergey Nivens

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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