HiveMQ 2.0.1: Bugfix-Release für den MQTT-Broker

Redaktion JAXenter
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Vor gut zwei Monaten brachte das zweite Major Release des Enterprise-MQTT-Brokers HiveMQ unter anderem Broker Bridges zur Vernetzung mit anderen MQTT-Brokern und Unterstützung für die Version 3.1.1 des Protokolls MQTT. Jetzt hat das Entwicklerteam von dc-square ein aus seiner Sicht wichtiges Bugfix-Release gestemmt: Version 2.0.1 behebt vor allem Fehler im Umgang mit persistenten Daten und beim Clustering. Das Plug-in-System und der Nachrichtenkern wurden auf Vordermann gebracht. Zudem wurde an der Stabilität gefeilt, teilt das Team im Changelog mit, der alle Änderungen detailliert auflistet. Allen HiveMQ-2.0.0-Nutzern wird ans Herz gelegt, auf diese neue Version zu aktualisieren.

HiveMQ eignet sich besonders für Machine-to-Machine-(M2M-)Kommunikation im Internet der Dinge. Obwohl kommerziell, bietet der Broker ein quelloffenes Plug-in-SDK. Kürzlich wurde ein neues, flexibles Bezahlmodell angekündigt. Seit Version 1.4.0 wird das WebSocket-Protokoll nativ unterstützt. Mit Version 1.5.0 wurden Service-APIs eingeführt, die den Zugriff auf HiveMQ-Interna ermöglichen.

Debatte um MQTT

HiveMQ ist eine der Technologien, die ganz auf das Protokoll MQTT (Message Queue Telemetry Transport) setzen, das im Zuge seiner Standardisierung durch OASIS viel Auftrieb erfährt, jüngst aber auch heftiger Kritik ausgesetzt war: Clemens Vasters, Architekt bei Microsoft, beklagte sich mitunter über die komplizierte serverseitige Implementierung. In der hitzigen Diskussion, die er damit auslöste, bildeten sich regelrechte Pro- und Anti-MQTT-Fronten. Sichtbar prallten hier gegensätzliche Firmen- und Entwicklerkulturen – offene und kollaborative versus geschlossene Prozesse – aufeinander. Dem Einwand Vasters’ setzte Protokoll-Spezialist Julien Vermillard (Sierra Wireless) in einem Interview mit JAXenter neulich Folgendes entgegen:

Es existieren einige echte Bedenken, aber im Kern verkennt er das, was MQTT ausmacht: Die clientseitige Implementierung gestaltet sich sehr einfach, und die Abwärtskompatibilität ist perfekt. Zugegeben, die serverseitige Implementierung ist nicht leicht, aber im Gegenzug wird die Geräte-Anbindung zur Trivialität. Wenn man die Leute bei IBM, 2lemetry oder HiveMQ fragt, werden sie einem bestätigen, dass es durchaus skalierbare MQTT-Broker gibt.

Wer sich selbst ein Bild von den Möglichkeiten und Einschränkungen von MQTT machen möchte, hat auf der Berliner Internet of Things Conference im September Gelegenheit dazu. In einem Workshop und mehreren Vorträgen wird dem leichtgewichtigen Publish-Subscribe-Protokoll dort auf den Zahn gefühlt.

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