In-Memory Data Grid

Hazelcast 3.6 mit Optionen für Cloud- und Container-Deployment

Michael Thomas

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Das in Java implementierte In-Memory Data Grid Hazelcast ist in Version 3.6 erschienen. Die Veröffentlichung markiert in den Worten von Hazelcast-CEO Greg Luck „den größten Entwicklungssprung der letzten beiden Jahre“.

Cloud-Management, Container-Deployment und Client-Entwicklung

Hazelcast 3.6 bietet neue Optionen für Cloud-Management und Container-Deployment, die die Einrichtung, Konfiguration und Verwaltung von Cloud- oder Hybrid-Deployments vor Ort erleichtern sollen. So versetzt das Hazelcast Cloud Discovery Service Provider Interface (SPI) cloudbasierte oder lokale Knoten offenbar in die Lage, sich mit jeweils sehr geringem Konfigurations- und Verwaltungsaufwand gegenseitig zu erkennen. Die im Rahmen von Version 3.6 ausgelieferten Provider sind AWS, Consul, Etcd, ApacheJClouds und Kubernetes. Zudem bringt Hazelcast 3.6 neue Container-Deployment-Optionen für Docker inklusive der Unterstützung von PaaS-Providern, wie OpenShift und CloudFoundry, mit sich.

Des Weiteren wurde, mit dem Ziel der gemeinschaftlichen Entwicklung neuer Clients sowie der Plattformunabhängigkeit, die Verfügbarkeit des Open-Binary-Client-Protokolls bekannt gegeben. Bislang waren nur die Clients für Python, Ruby, NodeJS, Scala und Clojure Open Source, mit Version 3.6 werden jedoch auch Hazelcasts native Clients für C++ und .NET quelloffen zur Verfügung gestellt.

Hot Restart Store und HDMS-Leistungsmerkmale

Darüber hinaus steht den Nutzern mit Hot Restart Store ein neues Persistenz-Feature zur Verfügung. Mithilfe von Hot Restart Store können wichtige e-Commerce- und Enterprise-Anwendungen auch im laufenden Betrieb mit ihren Daten hochfahren, ohne dafür Daten aus einem anderen Aufzeichnungssystem erneut laden zu müssen, wobei die Anlaufzeiten für SSD bei 1,3 GB/pro Sekunde pro Knoten liegen. Im Betrieb werden 310.000 Schreibvorgänge pro Sekunde pro Knoten unterstützt. Für den Worst Case eines Rechenzentrumsausfalls steht ein Sicherheits-Backup Gewehr bei Fuß. Hot Restart Store unterstützt Datenstrukturen von JCache, Map, Hibernate und Web Sessions.

Zu guter Letzt kommt Hazelcast 3.6 mit erweiterten HDMS-Leistungsmerkmalen für Datenstrukturen von JCache, Map, Hibernate und Web Sessions daher. Dadurch sollen Memory Caches für die große horizontale oder vertikale Skalierung von Anwendungen möglich werden: Mit HDMS kann jeder Knoten mehrere hundert GB an Daten speichern. Wie die Hazelcast-Entwickler versprechen, entsteht dabei kein Overhead durch Garbage Collection.

Hazelcast, Gewinner des JAX-Awards für das „Most Innovative Open Tech Business“ 2014, ist ein In-Memory Data Grid für NoSQL-Datenbanken, das auf Java basiert und als Open-Source- sowie als Enterprise-Plattform angeboten wird. Hazelcast ist auf die Optimierung von NoSQL-Datenbanken ausgerichtet und greift dazu auf verteilte Datenstrukturen wie Map, Queue, MultiMap, Topic oder Lock zurück.

Aufmacherbild: Abstract computer graphics background von Shutterstock / Urheberrecht: Digital_Art

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Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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