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W-JAX Countdown-Interview mit Dierk König

„Groovy ist ein Pionier für neue Ideen…“

Moritz Hoffmann

Dierk König (Canoo Engineering AG) ist JavaOne Rock Star und beteiligt sich an verschiedenen Open-Source-Projekten wie OpenDolphin, Frege, Grails oder Groovy. Unter dem Titel „Ganz schön Groovy“ zeigt er in seiner Session auf der W-JAX 2015 unter anderem, wie Groovy mit Java 8 integriert werden kann. Außerdem spricht er über den effizienten Bau von Oberflächen mit dem Projektor-Pattern mit HTML5 und JavaFX. Im Vorfeld gibt er einen kleinen Einblick in die Themen seiner Talks…

JAXenter: Du stellst auf der W-JAX das Projektor-Pattern vor. Was hat es denn damit auf sich?

Dierk König: Das Projektor-Pattern hilft bei der Konstruktion von Benutzeroberflächen. Gerade wenn man „immer wieder das gleiche“ macht, wie Formulare, Master-Detail-Sichten, Suchmasken usw., dann wünscht man sich eine konsistente und effiziente Umsetzung. Da hilft das Projektor-Pattern. Ein wichtiger Trick ist, keinen Source-Code zu generieren! Ich hoffe, ihr seid jetzt gespannt.

JAXenter: Wie kann man das Projektor-Pattern in Java-Anwendungen umsetzen?

Dierk König: Das lässt sich mit wenig Aufwand in jeder Technologie umsetzen, die ein Event-System hat – egal ob für das Web, den Desktop, oder Mobilgeräte. Im Talk führe ich eine Java-basierte Implementierung vor.

JAXenter: Ein zweites Thema auf der W-JAX ist Groovy – wieder einmal, könnte man sagen. Du verfolgst Groovy ja schon seit Jahren. Der große Hype um die Sprache ist sicherlich verflogen – dennoch gab es Anfang des Jahres einen Aufreger, als Groovy zur Apache Foundation wechselte. Wie bewertest du diesen Schritt?

Dierk König: Bei Apache zu sein, ist ein Ritterschlag für jedes Projekt. Der Umzug war ein wichtiger Schritt, um die nachhaltige Weiterentwicklung von Groovy jenseits geschäftlicher Turbulenzen sicherzustellen.

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JAXenter: Im Januar 2015 ist Groovy 2.4 erschienen – es folgten weitere Versionen bis zur 2.4.4 als erste unter der Apache Foundation. Was hat sich dieses Jahr technologisch in Groovy getan?

Dierk König: Wie immer gibt es viele Einzelheiten. Groovy hat seine funktionale Palette in der Standard Library erweitert und die statische Kompilation weiter vorangetrieben. Wenn ich ein einzelnes Beispiel herausgreifen sollte, dann sicher das „trait“-Feature. Damit kann man ganz neue Entwürfe verwirklichen und Grails ist eines der ersten grossen Projekte, die das realisiert haben.

JAXenter: Welche Herausforderungen siehst du für Groovys Zukunft?

Dierk König: Groovy ist eine Pionier-Sprache. Einerseits erlaubt sie den Programmierern, neue Konzepte auszuprobieren, die dann später eventuell auch in Java verfügbar werden. Andererseits ist Groovy selbst ein Pionier für neue Ideen. Ich hätte da noch ein paar.

JAXenter: Wir sind gespannt. Vielen Dank für das Interview.

 

Dierk König (JavaOne Rock Star) works as a fellow for Canoo Engineering AG, Basel, Switzerland. He is a committer to many open-source projects including OpenDolphin, Groovy, Frege, Grails, GPars and GroovyFX, and initiator of the open-source Canoo WebTest project. He is lead author of the “Groovy in Action” book, which is among the publisher’s best-selling titles of the decade. Twitter: @mittie

 

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Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann hat an der Goethe Universität Soziologie sowie Buch- und Medienpraxis studiert. Er lebt seit acht Jahren in Frankfurt am Main und arbeitet in der Redaktion von Software und Support Media.
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