Green-IT – es grüüünt soo grün,

wenn Anwendungslandschaften blühen. Die IT wird grün! Hurra! Nicht nur die Familien-SUVs aus Zuffenhausen und München sind jetzt schadstofffrei. Nein, auch Rechenzentren, Laptops und Mobilgeräte kann man mit grünem Gewissen zum Biomüsli packen – aber Obacht: Stand-by ausschalten nicht vergessen! Und damit alles noch viel besser wird, müssen meine Mitarbeiter ihre Rechner runterfahren, bevor sie für die Raucherpause auf die begrünte Dachterrasse gehen. Übrigens, dass ein Rechenzentrum heute eine bessere Umweltbilanz haben kann, als eine einzelne Milchkuh, das beruhigt mich kolossal. Allerdings habe ich den Verdacht, dass hier eine Virtualisierung von Schadstoffen stattfindet, die über den Handel mit Umweltzertifikaten zu einer Konsolidierung des Weltklimas an den Energiebörsen führt. Ob das die Gletscher am Schmelzen hindert, darf bezweifelt werden.

Aber jetzt mal ganz im Ernst: Wollen wir auch noch eine EU-Biosiegel-Verordnung für Serverfarmen? Reicht es nicht einfach aus, Energie und Kosten zu sparen? Denn mal ganz ehrlich: Grün ist doch vor allem dann gut, wenn die Zahl unter dem Strich schwarz ist.

Ich geh jetzt mal den Rasen sprengen – man sieht sich!

Ihr Christoph E. Obermann

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