Graph-Database Neo4j 1.6 mit Heroku-Support

Hartmut Schlosser

Version 1.6 der NoSQL-Datenbank Neo4j ist erschienen. Enthalten ist eine Public-Beta-Version von Neo4j für Heroku, der PaaS-Cloud für Ruby, Node.js, Clojure, Java, Python und Scala. Außerdem wurde die Query Language Cypher weiter ausgebaut und bietet Unterstützung für ältere Cypher-Versionen, Pattern Matching sowie Performanz- und API-Verbesserungen. Das Web Admin Interface kann nun auch für Cypher-Aufrufe und die kompletten Neo4j Shell Anweisungen genutzt werden.

Zudem stellen Kernel-Verbesserungen sicher, dass Key-Value Paare für Entitäten eindeutig sind. Lucene-Nutzer dürfen sich über das Upgrade auf Lucene 3.5 freuen. Auf Infrastrukturebene wurden die Library-Repositories nach Amazon verlagert, was sich u.a. in schnelleren Download-Zeiten niederschlagen soll.

Wie es weiter gehen soll mit Neo4j, haben die Entwickler in einer Community-Umfrage ermittelt. Als Prio 1 hat sich dabei das Datenbank-Sharding und die horizontale Skalierbarkeit erwiesen, dahinter folgen sogenannte Supernodes (Graphen mit einer hohen Anzahl von Verbindungen) und die Einführung von Node Types.

Neo4J 1.6 steht in einer freien GPL-lizensierten Version zum Download bereit. Auch eine Advanced-Variante mit Monitoring-Funktionen und eine Enterprise-Version werden angeboten.

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Hartmut Schlosser
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