Gradle 2.0 erschienen: Schlank und mit Java 8-Support

Claudia Fröhling
©shutterstock.com/Dudarev Mikhail

Das Build-Werkzeug Gradle ist in Version 2.0 erschienen, ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des Tools, wie Hans Dockter der Community mitteilt. Gradle 2.0 kommt schlank und leichtgewichtig daher, Grund ist das Entfernen vieler deprecated Features und APIs aus der Codebasis, die Gradle künftig flexibler machen sollen.

Gradle und Java 8

Gradle 2.0 hat – wie es sich für ein Major Release gehört – noch einiges mehr in petto. So ist die Unterstützung für Java 8 beispielsweise ab sofort getestet und einsatzbereit. Im Gegenzug wurde der Support der alten Java-5-Version eingestellt. Grund hierfür ist Groovy 2.3, das nicht mehr auf Java 5 läuft. Aber auch andere Bibliotheken in Gradle unterstützen Java 5 seit einiger Zeit nicht mehr.

Neue Gradle Incubating Features

Version 2.0 stellt ein neues API für das Resoving von Source- und Javadoc-Artefakten vor. So kann Gradle jetzt einzelne, dedizierte APIs für Komponenten und Artefakte anbieten. Ein weiteres Incubating Features ist der Zugriff auf die Ivy Extra Info aus den Component Metadata Rules. Dabei handelt es sich um definierte Key/Value-Paare, die im Ivy Module Descriptor veröffentlicht werden.

Updates, Updates, Updates

Gradle 2.0 nutzt jetzt Groovy 2.3.2 für das Kompilieren und Laufen von Build-Scripts und. Plug-ins. Erst Anfang Mai war Groovy 2.3 erschienen, samt Kompatibilität mit Java 8 und dem neuen Konzept der Traits. Dabei handelt es sich um wiederverwendbare Komponenten im Geiste der objektorientierten Programmierung. Zu diesem Thema empfiehlt sich ein Blick auf unser Interview mit Guillaume Laforge kurz nach dem Release von Version 2.3: What makes Groovy groovy?.

Auch in Sachen Codequalität-Plug-ins gab es einige Aktualisierungen: die Plug-ins unterstützen jetzt beispielsweise Checkstyle 5.7, Findbugs 2.0.3 und PMD 5.1.1. Mehr Informationen über Gradle 2.0 bieten die Release Notes.

Gradle im Praxistest

Über die Konzepte von Gradle wurde auf JAXenter schon viel geschrieben, aber letztes Jahr haben unsere Autoren Marek Iwaszkiewicz und Moritz Zimmer das Build-Werkzeug auch mal einem Praxistest unterzogen – damals noch mit Version 1. Genügt Gradle den Ansprüchen professioneller Softwareprojekte?

Aufmacherbild: Young lady running on a rural road von Shutterstock / Urheberrecht: Dudarev Mikhail

Geschrieben von
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling hat in verschiedenen Redaktionen als TV- und Onlineredakteurin gearbeitet, bevor sie 2008 zur Software & Support Media GmbH kam und sich bis 2014 um alle Projekte des Verlages im Ressort Java kümmerte. Claudia hat einen Abschluss in Politikwissenschaften und Multimedia Producing. Ihr Google+ Profil findest du hier.
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