Gradle 1.0 setzt letzten Meilenstein

Hartmut Schlosser

Das Build-Tool Gradle hat sich seit seinem Debut als feste Größe im Java-Tooling-Ökosystem etabliert – und das, obwohl eine erste Major-Version noch nicht vorliegt. Dies soll sich bald ändern, denn mit dem gerade erschienenen Milestone 9 von Gradle 1.0 sehen die Entwickler das Major-Release in greifbare Nähe rücken.

Im vorliegenden Release wurde der Gradle Daemon – ein im Hintergrund aktiver Java-Prozess, der Gradle-Builds durchführt – soweit stabilisiert, dass er nicht mehr als experimentell eingestuft werden muss. Der Java Compile Task macht nun von Gradles eigener Compiler-Integration Gebrauch, anstatt sich auf einen Ant javac Task zu stützen – eine Verbesserung, die sich positiv auf die Kompilierungsgeschwindigkeit auswirken sollte. Außerdem wurden als „deprecated“ markierte APIs entfernt, was Gradle insgesamt ein schlankeres Antlitz verpasst. Überarbeitet wurde auch die DSL und der C++-Support. Die Release Notes zeigen die Neuerungen im Detail.

Mit dem M9 ist der letzte Meilenstein für Gradle 1.0 erreicht. Wir treten nun ein in die Phase der Release Candidates, der erste wird in vier Wochen fällig. Ob es dann weitere RCs geben wird, hängt von der Stabilität von RC1 ab. Nach der Verfügbarkeit der 1.0 wird ein traditionelleres Release-Schema eingeführt, das sich auf die üblichen Nachkommazahlen stützen wird. In 4-6 Wochen-Abstand soll es also ein Gradle 1.0.1 oder 1.1 geben.

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Hartmut Schlosser
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