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Außerdem: Autonomes Fahren à la Volkswagen

Inside IoT: Google Home 2017 in Deutschland, Amazon Alexa vor Gericht & Pizza mit Sneakern bestellen

Mascha Schnellbacher

© Shutterstock.com / Jag_cz

Die Highlights aus dem IoT-Universum: Google Home soll noch 2017 nach Deutschland kommen, VW stellt sein Konzept des autonomen Fahrens vor und Amazon Alexa dient vor Gericht als Beweismaterial. Außerdem stellen wir euch das IoT-Board FluoWiFi™ vor und bestellen Pizza mit Sneakern.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Google Home wohl noch 2017 in Deutschland

Im Oktober 2016 hat Google seinen smarten Lautsprecher Google Home vorgestellt. In den USA erfreut sich das Device großer Beliebtheit, in Deutschland ist Home bislang nicht erhältlich. War bisher noch von einem Release im ersten Quartal 2017 die Rede, äußerte sich nun ein Unternehmenssprecher diesbezüglich: Das Gerät soll voraussichtlich im ersten Halbjahr in Deutschland auf den Markt kommen. Der Grund für die Verzögerung ist nicht bekannt – möglich sind bspw. Lieferengpässe oder Probleme bei der Umsetzung für den deutschen Markt.

Autonomes Fahren à la Volkswagen

Auch der VW-Konzern möchte beim Thema Mobilität 4.0 mitspielen und hat nun das erste Konzeptfahrzeug namens Sedric vorgestellt. Sedric leitet sich von Self-Driving Car ab und soll die Zukunftsstrategie von Volkswagen einläuten. Das Fahrzeug ist komplett autonom, verfügt also weder über Pedale noch über Lenkrad, dafür gibt es ein angeblich intuitives Bedienkonzept.

Das Bedienelement besteht aus einem Knopf zum Drücken und einem Ring, der mit farbigen Signalen die Ankunftszeit von Sedric signalisiert sowie über Vibrationssignale blinde Menschen zum Fahrzeug führt. Per Knopfdruck, Sprachbefehl oder App fährt das Auto als autonomes Shared-Mobility-Fahrzeug vor und agiert selbstständig. Die Windschutzscheibe als großer OLED-Bildschirm mit Augmented Reality dient als Kommunikations- und Entertainmentzentrale. Sedric sieht dabei aber leider wie ein leicht wütendes Pokémon aus – am Design kann man aber ja noch arbeiten.

Sedric von VW / Quelle: Volkswagen Group

Sedric von VW / Quelle: Volkswagen Group

Amazon Alexa vor Gericht

Ihr habt es bestimmt mitbekommen: Im Zuge einer Mordermittlung in den USA sollen die auf einem Echo-Device gespeicherten Daten zur Beweissicherung genutzt werden. Da es sich bei den Sprachinteraktionen aber um sensibles Material handelt, wollte Amazon nicht mit den Daten herausrücken. Das Unternehmen berief sich dabei auf den First-Amendment-Zusatz der US-Verfassung, der die Pressefreiheit garantiert.

The company says it should only have to turn this data over if law enforcement meets a high burden of proof.

Mittlerweile hat der Angeklagte aber selbst zugestimmt, die auf dem Echo befindlichen Daten an die Polizei zu übergeben. Dieser Fall wirft eine spannende Frage auf: Haben Maschinen das gleiche Recht wie Personen? Sollten auch sie unter die Meinungs- und Pressefreiheit fallen? Toni Massaro von der University of Arizona College of Law sagte dazu:

the free speech arguments that favor ‚machine speech‘ are surprisingly plausible under current doctrine and theory. Of course, Amazon itself has free speech rights. As long as Alexa can be seen as Amazon, there is a protected speaker here.

W-JAX
Ivo Wessel

QWERTZ war gestern! Interfaces von morgen

mit Ivo Wessel (IN BEST HANDS UG)

Dominik Obermaier

Securing MQTT

mit Dominik Obermaier (dc-square GmbH)

FluoWiFi™: Neues IoT-Board kurz vorgestellt

Bei Kickstarter läuft derzeit mal wieder ein spannendes IoT-Projekt: Adriano Costanzo stellt dort das IoT-Board FluoWiFi™ vor, das auf dem ATmega644p-Microchip von Atmel und dem ESP32-Modul von Espressif basiert. Beim ESP32 handelt es sich um einen 2,4-GHz-WiFi- und Bluetooth-Low-Power-Chip, der ein mächtiges Cloud-Backend bietet. Unterstützt werden IPv4, IPv6, HTTPS, Coap, REST und MQTT.

Der ATmega644p ist ein leistungsfähiger 8-Bit-AVR-Microcontroller, der vollständig mit Arduino kompatibel ist. Dank der mitgelieferten Fluo-Software lässt sich FluoWiFi einfach programmieren; zudem werden diverse Sensoren, Aktuatoren und Shields mitgeliefert. Für 25 Pfund erhält man bereits eins der Boards – von den anvisierten 45.000 Pfund sind bereits 20.760 Pfund zusammengekommen.

 FluoWiFi™ / Quelle: FluoWiFi™


FluoWiFi™ / Quelle: FluoWiFi™

Pizza mit Sneakern bestellen

Pizza Hut präsentiert die wohl ersten Sneaker der Welt, die Pizza bestellen können. Im Rahmen der Werbeaktion March Madness hat das Unternehmen die Schuhe „Pie Tops“ vorgestellt, die mit einem Knopfdruck auf die Zunge die gewünschte Mahlzeit ordern.

Jedes Paar enthält ein Bluetooth-Device, das sich mit der Pizza-Hut-App verbindet, sodass Kunden die vorher ausgewählte Pizza einfach nur noch per „Klick“ bestellen müssen. Zusätzlich ist ein GPS-Sender eingebaut, damit der Lieferdienst den Kunden auch direkt findet. Leider werden nur 64 Paar der Pie Tops hergestellt, sodass es die Sneaker nicht in den Läden zu kaufen geben wird.

Geschrieben von
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher studierte Buchwissenschaft und Deutsche Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Juni 2015 arbeitet sie als Redakteurin in der Redaktion des Entwickler Magazins bei Software & Support Media. Zuvor war sie als Lektorin in einem Verlag sowie als freie Editorin tätig.
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