Google Go 1.3 erschienen: Das bessere C?

Hartmut Schlosser

Schnellere Performance, bessere Tools und Support für zusätzliche Umgebungen – mit dieser Ergebnisliste präsentiert sich die neue Version 1.3 der Programmiersprache Go.

Die Google-Systemsprache wartet also mit keinen neuen Sprach-Features auf – optimiert wurde stattdessen die Implementierung. Beispielsweise wurde die Compiler Tool-Kette überarbeitet, was sich in schnelleren Builds niederschlagen soll. Genauer wurde hier die instruction selection phase, die bisher Teil des Linkers war, in den Compiler versetzt, was inkrementelle Builds für große Projekte beschleunigen kann.   

Die Garbage Collection funktioniert jetzt präziser, insbesondere in Bezug auf die Stapel-Analyse. Auch das Memory-Modell wurde verfeinert, um bessere Synchronisierungsergebnisse zu erzielen. Als neue Umgebungen werden jetzt DragonFly BSD, Solaris, Plan 9 und Googles Native Client Architecture (NaCl) unterstützt (allerdings noch „experimentell“). Der Dokumentationsserver Godoc führt statische Analysen durch.

Trotz dieser Arbeiten unter der Motorhaube bleibt Go 1.3 kompatibel zu älteren Versionen – zumindest „fast“. In den Release Notes heißt es dazu:

As always, Go 1.3 keeps the promise of compatibility, and almost everything will continue to compile and run without change when moved to 1.3.

Go – das bessere C?

Go wird seit 2007 bei Google entwickelt, mit dem Ziel, eine moderne Sprache zur systemnahen Programmierung bereit zu stellen, die gewisse Altlasten der C-Familie abwirft. Die Go-Syntax ist an C angelehnt und durch Elemente aus der Pascal/Modula/Oberon-Familie sowie aus Newsqueak und Limbo (Nebenläufigkeit) angereichert.

Laut Google soll Go die Vorteile einer interpretierten Hochsprache, mit der Effizienz und Sicherheit einer statisch typisierten, kompilierten Sprache verbinden. Etwa wird die Speicherverwaltung wie in Java von einem Garbage Collector erledigt. Typensicherheit soll Variablen-Chaos verhindern. Unterstützung für Multikern-Programmierung, Closures, Reflexion und klassenlose Objektorientierung mittels Interfaces und Mixins gehören zu den weiteren Merkmalen der Sprache.

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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