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Go 1.5 - Neue Features in Google Go's sechster Hauptversion

Go 1.5 ist da – Googles Programmiersprache ohne C und Tadel

Moritz Hoffmann

(c) Shutterstock / Krasimira Nevenova

Schon seit Ende letzten Jahres war der Fahrplan für Go 1.5 abgesteckt. Nachdem vor kurzem noch ein Release Candidate erschienen war, geben die Go-Entwickler nun die sechste stabile Hauptversion der seit 2007 von Google entwickelten Programmiersprache frei. Auch wenn die Tatsache, dass Go 1.5 komplett ohne C auskommt, schon seit Längerem bekannt ist, so bringt das Release doch auch weitere signifikante Änderungen mit sich.

Zunächst also wurde die Tool Chain des Compilers von C in Go übersetzt, womit die letzten Reste von C-Code in Go beseitigt wurden. Mit einem umfassenden Re-Design erstrahlt auch der Garbage Collector in komplett neuem Glanz und soll dem Go-Team zufolge auch weit weniger Latencies mit sich schleppen als in älteren Versionen.

In der neuen Runtime wurde die Ordnung in der Listung der Go-Routinen geändert. Die Entwickler weisen darauf hin, dass Programme, die auf Basis der früheren Listenordnung funktionieren, möglicherweise auf den neuesten Stand gebracht werden müssen. Als weiteren Breaking Change bezeichnen die Go-Entwickler eine neue Runtime-Funktion, bei der die Default-Nummer der gleichzeitig laufenden Threads an die Anzahl der verfügbaren Cores auf dem Computer angepasst wird.

Neue Commands und angepasste Tools

Zusammen mit dem go/types-Paket sind die vet- und over-Tools mit der neuen Version in das Main Repository umgezogen. Ein neues Kommando go tool trace unterstützt eine feingranulare Aufzeichnung der Programm-Ausführung. Der Befehl go doc ist für den Gebrauch in der Kommandozeile angepasst worden.

Wie bereits erwähnt sind der Compiler, der Linker und der Assembler nun ein siguläre Go-Programme. Dabei soll der Compiler weitgehend äquivalent zum Compiler aus vorhergehenden Versionen funktionieren. Die wenigen Änderungen sind in den Release Notes zu finden. Dort sind auch die Änderungen beim neuen Assembler und dem Linker gesondert aufgeführt.

Google Go – Wie geht es weiter?

Das Go-Team hat bereits die Pläne für die nächste Hauptversion Go 1.6 vorgestellt. Darin soll der Schwerpunkt auf die Stabilität und auf Verbesserungen in der Performance gelegt werden. Mit der noch jungen Sprache Go will Google die Vorteile einer interpretierten Hochsprache mit der Effizienz und Sicherheit einer statisch typisierten, kompilierten Sprache verbinden.

Aufmacherbild: Go Go Go Concept von Shutterstock / Urheberrecht: Krasimira Nevenova

Geschrieben von
Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann hat an der Goethe Universität Soziologie sowie Buch- und Medienpraxis studiert. Er lebt seit acht Jahren in Frankfurt am Main und arbeitet in der Redaktion von Software und Support Media.
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