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Versionsverwaltung und Continuous Delivery

GitLab 9 bringt Gruppen in Gruppen und verbessert das Monitoring

Melanie Feldmann

© Shutterstock /  RT Images

Mit GitLab 9 können Entwicklern ihren Pipelines im wahrsten Sinne des Wortes zusehen und Anwendungen bereits in der Entwicklungsphase überwachen. Das Team um GitLab arbeitet weiter am Masterplan für eine DevOps Toolchain.

18 Monate nach dem Release von GitLab 8 springt die Versionsverwaltung nun auf Version 9. Neben einigen Verbesserungen bei der Navigation und der Performance kamen auch neue Funktionen hinzu, welche die CD/CI-Integration verbessern sollen. Das Ziel der GitLab-Entwickler ist, GitLab zu einem Application Lifecycle Tool zu machen, das Design, Code, Build, Deployment und Monitoring einer Anwendung unter einem Dach vereint.

Subgroups für flexiblere Zugriffsrechte

GitLab weitet seine Unterstützung für hierarchisch organisierte Teams aus. Es gibt jetzt nicht nur Groups, sondern auch Subgroups. Vor allem für größere Projekte kann es sich lohnen, verschiedenen Gruppen unterschiedliche Zugriffsrechte auf verschiedene Codequellen zu geben. Bis zu 20 Untergruppen lassen sich erstellen. Jede Gruppe auf jedem Level kann mehrere Projekte haben. So kann ein Entwicklerteam beispielsweise aus einem Backend-Team, einem Frontend-Team und einem Design-Team bestehen. Jedes dieser Teams kann wiederum Unterteams haben.

Deploy Boards zeigen den Status aller Pipelines

Mit dem Deploy Board steht nun ein Dashboard zur Verfügung, das alle Pipelines einer Kubernetes-Umgebung übersichtlich darstellt. So behalten Entwickler den Überblick über den aktuellen Status aller Pipelines und können Rollouts besser nachverfolgen. Ein direkter Zugriff auf Kubernetes ist nicht mehr nötig. Zum Launch ist das Deploy Board als Probeversion für alle Enterprise-Edition-Kunden kostenlos.

Monitoring schon in der Entwicklunsphase

Mit GitLab 9.0 kommt ein Monitoring-System, das direkt in die CI/CD-Pipeline integriert ist. Es arbeitet mit Prometheus  und ermöglicht es so, Monitoring nicht nur im Betrieb, sondern auch in der Entwicklung zu nutzen ohne das Infrastruktur extra aufgebaut werden muss. Im ersten Release werden CPU und Speicher von Anwendungen überwacht, die auf Kubernetes laufen. Für die Zukunft ist geplant, die Funktionalitäten weiter auszubauen und mehr Metriken anzubieten. Die Daten des Monitoring sollen dann auch in die Deploy Boards einfließen.

Lesen Sie auch: Prometheus 1.0: „Prometheus und Kubernetes haben dieselben geistigen Vorfahren“

Den kompletten Weg von der Idee bis zum fertigen Release von GitLab 9 kann man sich in diesem Video zu Gemüte führen. Oder nachlesen im Post zum Release.

Geschrieben von
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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