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GitLab 9.4: Neue Navigation und mehr Monitoring

Melanie Feldmann

© Shutterstock / David Havel

Mit GitLab 9.4 kommt eine neue Navigation, die Anwender aber selbst aktivieren müssen. Das soll zu weniger Verwirrung führen als eine plötzliche Umstellung. Außerdem wurde das Monitoring von Anwendungen verbessert und Pipelines lassen sich nun differenzierter planen.

Das Highlight von Version 9.4 von GitLab ist die neue Navigation. Die Hauptnavigation hat sich verändert und es gibt nun kontextbezogene Navigation in der linken Menüleiste, je nachdem welche Seite sich der Anwender gerade ansieht. Weil ein umgestaltetes UI oft etwas gewöhnungsbedürftig ist, müssen die Nutzer die neue Navigation aktiv einschalten. Ein Klick auf das Profilbild und „Turn on new navigation“ reicht. Das kann man dann in einer ruhigeren Minute machen, um sich mit dem neuen Look vertraut zu machen. Einen tieferen Einblick in das wie und warum geben die GitLab-Entwickler in einem Blogpost.

Monitoring vereinfacht

Seit GitLab 9.0 ist es möglich, die Performance von Anwendungen zu überwachen, die auf Kubernetes laufen, indem die Nutzung von Speicher und CPU getrackt wird. GitLab erkennt jetzt wichtige Indikatoren für die User Experience automatisch. Dafür muss Prometheus mit einem der unterstützen Load Balancer oder einem HTTP-Server verbunden werden.

Sehen Sie auch im JAX TV: Wie man Kubernetes-Architekturen mit Prometheus überwacht

Projekt-übergreifende sensitive Variablen nutzen

Bisher war es lediglich möglich, sicherheitssensitive Variablen auf Projektebene zu speichern. Oft kommt es aber vor, dass diese Variablen nicht nur in einem Projekt genutzt werden, sondern in einem Team. Die Lösung sind die so genannten Secret Variables auf Gruppen-Level. Nun ist es nicht mehr nötig, diese von einem Projekt zum nächsten zu kopieren. Außerdem lassen sich die Variablen zentral an einer Stelle aktualisieren. Sie sind also in allen Projekten immer auf dem neusten Stand. In der EEP-Version gibt es nun auch Secret Variables, die sich auf die jeweilige Umgebung beziehen.

Pipelines besser anpassen

Die mit 9.2 eingeführten Pipeline Schedules waren vielen Nutzern nicht konfigurierbar genug. Nun ist es möglich, Variablen zu definieren, wenn eine neue Pipeline erstellt wird oder eine bereits bestehende geändert wird. Diese Variablen werden den bereits bestehenden hinzugefügt. Nutzer können auch bestehende Variablen ändern, zum Beispiel für einen spezifischen Durchlauf.

Übersichtliche Related Issues

Wenn Nutzer bisher Links zu anderen Issues teilen, kürzt GitLab die Links und querreferenziert die Issues automatisch. Das kann bei größeren Projekten schnell unübersichtlich werden. Nur für die Enterprise-Versionen gibt es nun das Feature Related Issues. Damit lassen sich Issues ganz offiziell als miteinander verknüpft markieren. Ein Link zum verknüpften Issue, der Name und sein Status werden im anderen Issue angezeigt.

Aufgepasst heißt es für Nutzer von openSUSE 42.1, dass nicht mehr von GitLab unterstützt wird. Das GitLab CI API v1 wird ab dem Release von GitLab 9.6. am 22. September nicht mehr unterstützt. Nutzer sollen Tool, die das veraltete API nutzen, aktualisieren. Das komplette Changelog für die Versionen CE, EE sowie den GitLab Runner.

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Geschrieben von
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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