Neue Version der Repository-Verwaltung erschienen

GitLab 8.7 kommt mit Remote Mirrors und Label-Filter

Thomas Gude

© Shutterstock/Jorg Hackemann

Ein neuer Monat, ein neues GitLab! Das Upgrade auf Version 8.7 wird diesmal mit einer Spiegelfunktion für Remote Repositories ausgeliefert. Außerdem wurde das Label-Feature ausgebaut, ein Template für Lizenzen hinzugefügt und man kann bei den Commits jetzt die schönsten Kirschen selbst pflücken.

Es ist wieder soweit: Im vergangenen Monat wurden GitLab hauptsächlich Bedienbarkeits- und Deployment-Aufbesserungen spendiert, jetzt erwarten Features aus diversen Bereichen die User der Open-Source-Repository-Verwaltung.

Remote Mirrors

Ein externes Repository automatisch auf die eigene GitLab-Instanz spiegeln zu lassen, war mit den bisherigen Versionen schon möglich. Jetzt soll sich auch der umgekehrte Weg beschreiten lassen: der GitLab-Instanz wird ermöglicht, auf ein Remote Repository zu pushen. Zu beachten ist allerdings, dass dieses Feature nur Nutzern der Enterprise-Edition zur Verfügung steht.

Stichtage für Issues und Kirschenpflücken

Auch GitLab-Issues können nun mit einem Fälligkeitsdatum ausgestattet werden. Im Gegensatz zu Milestones gelten diese Stichtage aber nur für individuelle Issues und nicht für das gesamte Projekt. Teamarbeit soll so noch sauberer getaktet werden können.

Mit der neuen Cherry-Pick (sinngemäß: Rosinen rauspicken)-Funktion sollen sich einzelne Commits in beliebige andere Branches überführen lassen. So lassen sich nach Angabe der Entwickler Änderungen gesondert übernehmen, was bei der Arbeit mit mehreren Branches von Vorteil sein dürfte.

Lizenzen und Multiple Labels zuweisen

Seit Version 8.6 gibt es sogenannte Labels, die Neuigkeiten zu einem bestimmten Thema gesammelt aufführen. Mit dem Update auf Version 8.7 lassen sich diese Labels jetzt auch in Kombination verwenden. Die Software gibt dann alle Issues und Merge-Requests aus, die mit beiden Labels markiert wurden.

Gerade bei Open-Source-Projekten ist es wichtig, die Lizenzen des Programms korrekt auszuweisen. Das neue LICENSE-Template soll deren Zuteilung erleichtern: einfach eine neue Datei mit dem Namen LICENSE anlegen und aus einem vorgefertigten Drop-Down-Menü die passende Lizenz auswählen.

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Weitere Features

Außerdem können sich Nutzer auf diese Neuerungen, Updates und Erweiterungen freuen:

  • Diffs wurden aufgehübscht und lassen sich besser kopieren
  • Die Uhrzeit wird der Zeitzone entsprechend angezeigt
  • Der GitHub-Importer übernimmt jetzt auch Milestones, Labels, etc.
  • Die Suchfunktion lässt sich auf das aktuelle Projekt einschränken
  • Klügere Kommentarfunktion, deren Autocomplete jetzt den Kontext (Issue, Diff oder Merge Request) einbezieht

Daneben gibt es noch weitere Bedienbarkeits- und Performance-Verbesserungen, eine neue Version von GitLab Mattermost (Nr. 2.2) und einige Security-Fixes. Wie üblich sind alle Änderungen im ChangeLog zusammengefasst. Der Release-Post weist darauf hin, dass bis zu 30 Minuten Downtime für das Update erforderlich sein können. Ein paar Migrationen sind notwendig, sollen aber nicht besonders ins Gewicht fallen.

Es wird darüber hinaus angemerkt, dass Omnibus-Pakete unabhängig von der Größe des Upgrades beim Update-Vorgang anhalten, die Migration durchführen und neustarten werden. Indem man eine Datei namens /etc/gitlab/skip-auto-migrations hinzufügt, soll sich dieses Verhalten abstellen lassen.

Jorg Hackemann / Shutterstock.com

Geschrieben von
Thomas Gude
Thomas Gude
Thomas Gude studiert Buch- und Medienpraxis an der Goethe Universität Frankfurt am Main und arbeitet seit August 2015 als Werkstudent bei Software & Support Media. Vorher hat er Politikwissenschaft und Politische Theorie in Hannover und Frankfurt am Main studiert.
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