Neue Version der GitHub-Alternative

GitLab 8.5 – schneller als je zuvor?

Michael Thomas

© Shutterstock/TechnoVectors

Für das quelloffene, grafische Versionskontroll-Interface GitLab liegt aktuell ein Update auf Version 8.5 vor. Besonderes Augenmerk wurde von den Machern dabei u. a. auf die Verbesserung der Performance sowie die Implementierung eines To-do-Listen-Features gelegt.

Wie Job van der Voort (VP of Product, GitLab) in der Release-Mitteilung zu Protokoll gibt, wurde die durchschnittliche Performance von GitLab um das 1,4 bis 1,6-fache erhöht. Im Falle von langsameren Seiten sollen die Antwortzeit sogar noch weit über diesen Werten liegen; die Darstellung einzelner, besonders großer Issues beispielsweise geht demnach nun 3,5-mal schneller vonstatten als in früheren Versionen.

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Abgesehen von diesen Leistungssteigerungen bietet GitLab 8.5 allerdings noch weitere interessante Neuerungen. So bietet das sinnigerweise „Todos“ (inkorrekter plural von „to-do“, aber auch spanisch/ portugiesisch für „alle“) getaufte Feature eine chronologische Auflistung sämtlicher offener Aufgaben zur Verfügung. Wird einem man als Entwickler ein Issue oder Merge Request zugewiesen, wird der To-do-Liste automatisch ein entsprechender Eintrag hinzugefügt. Nach erfolgter Reaktion (z. B. Antwort auf einen Kommentar, Aktualisierung eines Issues) wird ein Punkt automatisch als „Done“ markiert; wahlweise können offene Punkte jedoch auch manuell als erledigt gekennzeichnet werden.

Zu den weiteren Änderungen, die allen GitLab-Nutzern zur Verfügung stehen, zählt neben einem aktualisierten OpenSSL-Support sowie einer überarbeiteten Issue-Seitenleiste auch die Möglichkeit, mithilfe des neuen Revert-Buttons jeden beliebigen Commmit zurückzunehmen.

Neu in der Enterprise Edition

Nutzer von GitLabs Enterprise-Edition (EE), die sich auf mehrere, geographisch weit voneinander befindliche Teams verteilen, können sich darüber hinaus über eine erste Alpha-Version von GitLab Geo freuen. Geo ermöglicht eine sekundäre GitLab-Instanz, die die Haupt-Instanz spiegelt, u. a. zum Klonen und Lesen von Projekten eingesetzt werden und somit die Arbeit verteilter Teams mit großen Repositorien potentiell beschleunigen kann. Sobald das Feature den GA-Status erreicht hat, soll für seine Nutzung eine gesonderte Nutzungslizenz erforderlich sein.

Auch eine weitere Neuerung betrifft (zumindest bislang) nur die Nutzer der EE: GitLab Pages unterstützt ab sofort benutzerdefinierte Domains sowie benutzerdefinierte Transport-Layer-Security-Zertifikate. Möglich wurde dies mithilfe eines neuen, in Go geschriebenen HTTP-Servers („GitLab Pages daemon“).

Eine detaillierte Übersicht über sämtliche neuen Features kann der offiziellen Ankündigung entnommen werden.

Aufmacherbild: Concept of Software Development von Shutterstock / Urheberrecht: TechnoVectors

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Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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