GitHub oder Bitbucket? 5 gute Gründe, zu Bitbucket zu wechseln

Judith Lungstraß

In nur vier kurzen Jahren hat sich GitHub zur Anlaufstelle Nummer Eins im Code Hosting und zum „Social Network für Entwickler“ gemausert. Bisher konnten es nur wenige Code Repositories mit dem Marktführer aufnehmen.

Doch das soll sich nun ändern. Erst gestern wurde Bitbucket einem drastischen Redesign unterzogen, dazu gehören ein schickes neues UI und eine Reihe neuer Features, die das Angebot auf Augenhöhe mit seinem größten Rivalen bringen sollen.

Selbst wenn GitHub und Bitbucket nun gleich gut sein sollten, welche echte Motivation für einen Wechsel könnte es geben? Wir möchten Ihnen heute fünf gute Gründe nennen, warum Sie Bitbucket einmal ausprobieren sollten.

1. Kostenlose private Repositories

Bitbuckets offensichtlichster Vorteil ist die Möglichkeit, kostenlos eine unbegrenzte Zahl an privaten Repositories mit bis zu fünf Beteiligten zu hosten. GitHub, im Vergleich dazu, berechnet für dieselbe Anzahl 7 US-Dollar monatlich. Und für nur 200 US-Dollar monatlich bekommt man bei Bitbucket eine unbegrenzte Zahl an privaten Repositories. Nun ja, vielleicht treibt diese neue Konkurrenzsituation ja auch GitHubs Preise nach unten.

2. Support für Mercurial

„Mercurial vs. Git“ lautet derzeit eine der größten Debatten in der IT-Welt, in zahlreichen Internetforen zerreißt man sich nahezu vor Leidenschaft. Bei Bitbucket muss man sich glücklicherweise nicht einmal entscheiden, denn beide Versionskontrollsysteme werden unterstützt. Selbst wenn Sie ein eingefleischter Git-Nutzer sind, lohnt es sich dennoch, Mercurial einmal auszuprobieren. Es ist zwar nicht so beliebt wie Git, aber trotzdem eine zuverlässige Alternative, die bereits von Mozilla, OpenJDK, Chromium, Adium und W3C verwendet wird. Die Diskussion der einzelnen Pros und Kontras möchten wir dennoch den Foren überlassen.

3. JIRA Integration

Da Atlassian auch hinter JIRA steckt, ist das System in Bitbucket integriert, und jede Einreichung kann mit einem Bug oder Task verbunden werden. Wenn Ihr Team JIRA zum Bug Tracking nutzt, geht es kaum einfacher.

4. Ein Backup ist immer gut

Der klare Vorteil an einem verteilten System zur Versionskontrolle: Selbst wenn GitHub abstürzt, haben sie immer noch Zugriff auf Ihr Repository. Wenn die Downtime aber einmal länger dauert, muss schnell eine alternative Web-Präsenz her – in diesem Falle ist Bitbucket die perfekte Wahl. Abgesehen davon sollte man vielleicht nicht alle seine Eier in denselben Korb legen, denn wer kann schon ahnen, wozu sich GitHub irgendwann einmal entwickelt? Konkurrenz schadet jedenfalls nie.

5. Diese verdammte Katze

Zugegeben, die Octocat war zuerst lustig und die pseudo-3D, Star-Wars-artige 404-Seite ist ziemlich cool, aber in letzter Zeit ist es einfach etwas zu viel geworden. Bitbuckets Maskottchen wirkt da doch wesentlich vernünftiger: Der Eimer weiß, wo er hingehört, und man muss ihn nicht ständig verkleiden, um jedem individuellen Fetisch gerecht zu werden. Wobei. wenn wir noch einmal genau darüber nachdenken, ist die Octocat eigentlich viel zu niedlich, um sie abzuschaffen.

Elliot Bentley

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Judith Lungstraß
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