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Neues von der Octocat: GitHub startet Marketplace

Dominik Mohilo

 

© Shutterstock.com / Viktar Dzindzikav

In London steht am heutigen Montag alles im Zeichen der Octocat: GitHub lud Entwickler auf die GitHub Satellite ein, wo die Besucher in interessanten Sessions und Workshops mehr über das Ökosystem lernen können. In der Eröffnungskeynote stellte Chris Wanstrath unterdessen die neuesten Entwicklungen im Hause GitHub vor.

GitHub ist heute längst kein Spartendienst mehr. Etwa 20 Millionen Entwickler nutzen die Plattform mittlerweile, über 50 Millionen Repositories sind dort gehostet. Doch GitHub ist mehr als nur ein Hoster für Repositories: Auch der auf Electron basierende Texteditor Atom erfreut sich mit aktuell über zwei Millionen Nutzern großer Beliebtheit. Interessant: vor einem halben Jahr zur GitHub Universe waren es gerade einmal eine Million Nutzer.

Auf dem derzeit stattfindenden Event GitHub Satellite in London hielt CEO Chris Wanstrath eine Keynote, in der er den GitHub Marketplace, GitHub Apps und das neue GraphQL API ankündigte. Unterstützt wurde er dabei von Kyle Daigle, Senior Engineering Manager bei GitHub, der detailliertere Informationen zu den neuen Tools gab.

GitHub GraphQL API

Einen interessanten Fakt schickte Chris Wanstrath gleich vorweg. Bei GitHub ist der Traffic über APIs höher als der Traffic, der über das UI, also die Webseite, läuft. Da dies in den Anfangsjahren von GitHub kaum abzusehen war, hat die Entwicklung von passenden und auf diesen Traffic spezialisierten APIs lange zu wünschen übrig gelassen. REST, SOAP und XMLRPC seien, so Wanstrath, auch nicht mehr zeitgemäß, hätten allerdings ihren Zweck, den Nutzen von APIs deutlich zu machen, erfüllt.

Eine moderne Alternative soll GitHubs GraphQL API nun darstellen. Bereits im September vergangenen Jahres war das neue API in den Early Access gegangen. Derzeit laufen, so Kyle Daigle, über 125 Millionen GraphQL Queries pro Tag ab, die meisten davon intern bei GitHub.

We couldn’t ship Pipeline commit statuses because it meant making up to 40 requests from the user’s browser. With the GraphQL API, we could do it with 1 request and finally ship it.

–Josh Lewis, Heroku

Mit dem GraphQL API können Unternehmen und Entwickler eigene Tools mit dem gleichen API bauen, das auch GitHub selbst verwendet. Ein besserer Zugriff auf die gewünschten Daten, mit einem einzigen Request, soll dadurch gewährleistet werden. Zudem sollen Updates in Echtzeit möglich sein.

GitHub Apps

Zu GitHub Apps wusste Kyle Daigle ebenfalls mit Zahlen zu beeindrucken. Mehr als fünf Millionen User nutzen bislang GitHub Integrations. Integrations heißt nun Apps und ist fertig, um in der Produktion eingesetzt zu werden. Entwicklerteams sollen mit GitHub Apps eine bessere Kontrolle über den Prozess erhalten, etwa durch eine feingranulierte API-Zugriffskontrolle: Man kann nun zum Beispiel Nutzern erlauben, Issues zu schreiben, ohne den Code lesen zu dürfen.

Auch das Erstellen von Bots, die den Workflow automatisieren und GitHub mit internen Tools verbinden, soll nun möglich sein. Natürlich arbeitet GitHub Apps dafür mit dem neuen GraphQL API, aber auch dem GitHub REST API zusammen.

Der neue GitHub Marketplace / Quelle: GitHub

GitHub Marketplace

Den größten Applaus erntete die Ankündigung des Starts des neuen GitHub Marketplace. Ziel des Marketplaces ist es, Nutzern die Möglichkeit zu geben, genau das Tool und den Supportplan mit einem Klick freizuschalten, das sich am besten in den Workflow integrieren lässt. Es ist nicht mehr nötig, für jedes Tool einen eigenen Account oder verschiedene Zahlungsmodalitäten zu verwalten, das Ganze funktioniert zentralisiert über GitHub.

Zum Start sind die verfügbaren Tools in vier unterschiedliche Kategorieren eingeteilt:

  • Monitoring
  • Code Quality
  • Project Management
  • Continuous Integrations

Im Bereich Code Quality gibt es die Tools Codecov, Codavy und codebeat. Für Continuous Integration stehen Travis CI, CircleCI, AppVeyor und Percy zur Verfügung. Das Monitoring kann über Sentry, Blackfire.io und Rollbar durchgeführt werden; ZenHub, Waffle, Codetree und Zube erleichtern das Project Management.

Und sonst?

GitHub Apps, der GitHub Marketplace und das neue GitHub GraphQL API bilden gemeinsam ein recht umfangreiches Triumvirat für die Nutzung von GitHub. Ein weiteres Puzzleteil im Octocat-Ökosystem wird in absehbarer Zeit GitHub Desktop sein, das wie Atom auf der Electron-Technologie basiert. Das Open-Source-Tool soll eine einheitliche UX bieten – egal auf welchem Betriebssystem.

Alle Informationen zum neuen GitHub Marketplace gibt es auf der entsprechenden Marketplace Homepage, mehr zu GitHub Apps und dem GitHub GraphQL API ist auf der GitHub Developer Webseite zu finden.

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Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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