Gartner: "Die Zukunft von Java auf Android ist begrenzt"

Hartmut Schlosser

Analystenhaus Gartner rät Android-Entwicklern, alternative Plattformen in Erwägung zu ziehen. Unabhängig vom Ausgang des Rechtsstreits zwischen Oracle und Google könnte die Zukunft von Java auf Android langfristig gefährdet sein. Java-Enterprise-Anwender sieht Gartner zwar nicht direkt betroffen. Dennoch sollten die Diskussionen über die zukünftige Verfügbarkeit der Java-Plattform mit in die langfristigen Planungen einbezogen werden, rät Gartner-Analyst Mark Driver in einer aktuellen Analyse.

Sollten sich die Patente Oracles als gültig erweisen und Google wissentlich gegen diese Patentrechte verstoßen haben, so sieht Gartner Oracle in einer sehr starken Position. Am wahrscheinlichsten sei es, dass Google schnell Maßnahmen zur Sicherung der Android-Plattform ergreifen werde, entweder durch eine Gegenklage mit eigenen Patentansprüchen, oder durch den Erwerb einer Lizenz von Oracle.

Doch selbst wenn der Rechtsstreit schnell zu einem Ergebnis führen sollte, so sieht Gartner Oracle in einer prekären Situation gegenüber der Java-Entwickler-Community und den Java-Produktanbietern, die sich Fragen über die „offene“ Natur der Java-Plattform stellten. Wenn Google als Sieger aus dem Rechtsstreit hervorginge, so wäre ein Präzedenzfall geschaffen, welcher die Verbreitung unabhängiger Java-Versionen jenseits der Kontrolle Oracles fördern könnte. Behielte hingegen Oracle die Oberhand, wäre eine weitere Migration von einflussreichen Entwicklern und Industry-Größen weg von Java wahrscheinlich.

Marc Drivers Fazit:

Oracle’s lawsuit against Google over its attempts to avoid licensing Java technology will test the openness of the platform. Regardless of the lawsuit’s outcome, Gartner believes the future of Java on Android is limited.

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Hartmut Schlosser
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