Flash geeignet für Marketing und Vertrieb?

Unzahlige Internetpraesentationen warten heute mit Flash-Bestandteilen auf. Was zunächst spannend anmutet, erweist sich mitunter aus Marketing- und Vertriebsgesichtspunkten als stoerend und nicht zielführend. Umsatzsteigerung und Imagestärkung, die Hauptziele kommerzieller Internetpräsentationen, werden nicht zufrieden stellend erreicht. Wann ist der Einsatz von Flash sinnvoll und wann nicht?

Flash eignet sich besonders gut, wenn Emotionen geweckt und Inhalte erlebbar gemacht werden sollen. Zum Beispiel können durch den Einsatz von Flash in Verbindung mit hochwertigen Inhalten und spannenden Angeboten virtuelle Erlebniswelten geschaffen werden. Dafür bietet Flash bekanntermaßen nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Auf das Image des Produktes oder der Marke abgestimmte Animationen überzeugen die Nutzer und fördern den wirtschaftlichen Mehrwert aus Marketing- und Vertriebsgesichtspunkten.

Ebenso lohnt der Einsatz von Flash für ansprechende Menüführungen. Dadurch wird die Neugier der Nutzer für die Inhalte geweckt. Ein kurzweiliger und interessanter Besuch macht die Marke und das Unternehmen sympathisch.
Prozesse, Entwicklungen und Abläufe wirken anschaulich und verständlich, wenn die ihnen innewohnende Dynamik angemessen visualisiert wird – auch hier kann Flash genutzt werden.

Online-Games locken

Online-Games bieten oftmals erst durch den Einsatz von Flash wahre Spielfreude. Als Anziehungspunkt erhöhen die Spiele das Besucher­interesse. Die Nutzer kommen wieder und empfehlen die Spiele gern weiter. So wird das Online-Game zum perfekten Ausgangspunkt für virales Marketing. Z.B. profitiert die Florena Cosmetic GmbH (www.florena.de) durch den gezielten Einsatz kampagnenspezifischer Games und steigert so nicht nur die Nutzerzahlen.

www.florena.de: Flash-Special innerhalb der Internetpräsentation der Florena Cosmetic GmbH

Für die Programmierung von Microsites, auf denen Einzelprodukte oder Marken von Unternehmen – meist unabhängig vom Gesamtauftritt – beworben werden, bietet sich Flash besonders gut an.

Gezielter Einsatz

Hinsichtlich eines Flash-Einsatzes müssen auch die Zielgruppen für die Internetpräsentation in die Betrachtungen einbezogen werden: Junge, aufgeschlossene und technikaffine Zielgruppen nutzen Flash-Inhalte gern – das nötige Equipment wie entsprechende Software und den passenden Internetzugang immer vorausgesetzt. So präsentiert die Mahlwerck Porzellan GmbH (www.mahlwerck.de) ihr hochwertiges Porzellan durch eine Flash-Site.

www.mahlwerck.de: Flash-Site der Mahlwerck Porzellan GmbH.

Möchte der Nutzer schnell und zielgerichtet an seine gewünschten Informationen gelangen, z.B. in Informationsportalen, erweist sich Flash als eher ungeeignet. Oftmals müssen für Effekte, Überblendungen usw. hohe Darstellungszeiten in Kauf genommen werden. Verlässt der Nutzer die Präsentation, ohne das Angebot erkundet zu haben, ist er oftmals verärgert und als Kunde möglicherweise verloren.

Technische Probleme

Aufgrund von Sicherheitsbedenken und persönlichen Präferenzen ist das Flash-Plug-in nicht bei jedem Nutzer installiert. In Firmennetzwerken werden z.B. die Rechte zur Installation durch die EDV-Abteilung vergeben. Eine selbstständige Installation durch den Client ist nicht möglich. Dadurch werden Zielgruppen ohne das nötige Plug-in von der Nutzung integrierter Flash-Elemente ausgeschlossen. Hier sollte zumindest eine zusätzliche No-Flash-Variante angeboten werden.

Keine Effekthascherei

Werden Effekte nur um des Effekts willen eingebaut, ist der Einsatz von Flash abzulehnen. Schwächt eine Animation zum Beispiel die Anschaulichkeit einer Grafik oder die Aussage des Produkts, langweilt sie oder hält sie die Nutzer eher auf, sollte die Verwendung von Flash ernsthaft überdacht werden. Nicht zuletzt können dadurch die Marke und das Image das Unternehmen als solche in Mitleidenschaft gezogen werden.
Die Ziele der Internetpräsentation und die Zielgruppen geben den Ausschlag für den Einsatz von Flash.

Aus Sicht des Marketings lohnt sich der Einsatz von Flash – Emotionen können geweckt, Inhalte erlebbar gemacht, das Image des Unternehmens und der Marke gestärkt werden. Aus vertriebstechnischer Sicht ist die Verwendung von Flash auf Wirksamkeit zu prüfen und abzuwägen.

Sinnvoller Einsatz für Marketing und Vertrieb

  • Navigation
  • Produktkonfigurator (z.B. PKW)
  • Bedienungstest technischer Geräte (z.B. Menüführung beim Handy)
  • virtuelle Rundgänge
  • Online-Games
  • Mobile-Animationen
Susanne Schefter
Susanne Schefter ist Diplom-Kommunikationspsychologin (FH) und bei der Deutscher Tele Markt GmbH – Agentur für visuelle Kommunikation beschäftigt.
Telefon: +49 351 65554-0,
Internet: www.dtele.de,
E-Mail: info@dtele.de
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