"Entwickler, die keine Multicore-Systeme nutzen, werden zurückbleiben"

JAXenter: Martijn, du bist ja mit der Londoner Java Community im JCP vertreten. Bist du mit dem erreichten Fortschritt in der JCP.next-Initiative zufrieden?

Martijn Verburg: Ich bin sehr zufrieden mit dem Fortschritt. Als Teil der LJC User Group hatten wir uns ein internes Ziel gesetzt, welche Veränderungen wir in den allgemeinen Standards um Java herum sehen wollten. Derzeit sind wir gut fünf bis sechs Monate vor unserem Zeitplan und das freut uns natürlich sehr. Ein Großteil davon wurde von Oracle und den anderen großen Anbietern getrieben, was immer noch überraschend ist. Sie wollen die Dinge öffnen, denn je größer sie den Kuchen machen, desto größer ist das Stück, das der Einzelne bekommt. Es liegt also in ihrem eigenen Interesse.

JAXenter: Es ist jetzt ein Jahr her, seitdem die Initiative Adopt A JSR gestartet wurde. Wie läuft es?

Martijn Verburg: Es läuft sehr gut. Wir haben eine Menge Events auf der JavaOne rund um Adopt A JSR. In der Community Keynote wird es darum gehen, außerdem gibt es Workshops etc. Die JavaOne ist ein guter Ort hierfür, denn wir haben große Java User Groups an einem Ort versammelt. Als nächsten Schritt wollen wir die Initiative dann in Anwendung sehen. Das machen momentan die Chennai JUG in Indien, die SouJava in Brasilien und wir selbst in London. Wir hätten gerne, dass man sich beispielsweise in Frankreich auch beteiligt. Wir haben uns schon mit allen Leitern der Java User Groups unterhalten, und ihre Absichten sind sehr positiv. Momentan konzentrieren wir uns darauf, praktische Hilfestellungen zu geben, zum Beispiel zu Workshops und der Abgabe von Feedback. Das einzige, was diese Aktion momentan noch aufhält, ist die Frage: Wie läuft alles ab und wie komme ich an das richtige Feedback?

JAXenter: Das klingt doch vielversprechend. Vielen Dank für das Interview!

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