Der neue Standard MQTT 3.1.1 steht vor der Tür: Lohnt sich ein Update?

Ein Standard für das Internet of Things

Dominik Obermaier
©S&S Media ©iStockphoto.com/gunnar3000

Seit Monaten gewinnt das schlanke Kommunikationsprotokoll für das Internet of Things, MQTT (Message Queue Telemetry Transport), immer mehr an Popularität. Die Anwendungsbeispiele reichen dabei von der Kommunikation von Businessanwendungen mit mobilen Geräten über den Einsatz von unternehmenskritischer Hardware in Verbindung mit Backend-Software bis zu klassischem Enterprise-Messaging. Bereits seit 2013 wird die Standardisierung der aktuellsten Version des Protokolls, nämlich MQTT 3.1.1, bei der Standardisierungsorganisation OASIS durchgeführt. Die Standardisierung wird voraussichtlich im September oder Oktober abgeschlossen sein, Grund genug also, uns genauer anzusehen, was der offizielle Nachfolger des MQTT-Protokolls Version 3.1 an Änderungen bringt und was der Status quo bei den Broker- und Clientimplementierungen ist.

Bereits 2013 formierte sich ein Standardisierungsgremium aus Industriegrößen wie IBM und Cisco sowie kleineren Firmen wie die deutsche dc-square GmbH, um die bereits seit 2010 frei verfügbare MQTT-3.1-Spezifikation offiziell zu standardisieren. Zielsetzung war, die vorhandene Spezifikation als Grundlage zu verwenden und eine technisch genauere und verbesserte, jedoch weitgehend abwärtskompatible Spezifikation zu erstellen.

Seit 2010 hat sich ein recht breites Ökosystem mit unterschiedlichen freien und kommerziellen Clientund Serverimplementierungen gebildet. Deshalb wurde Wert darauf gelegt, dass sich diese bestehenden Implementierungen ohne sehr großen Aufwand auf die neue Spezifikation aktualisieren lassen. Die meisten der neuen Features betreffen die Serverimplementierungen. Darum lassen sich in der Praxis die meisten Clientbibliotheken mit überschaubarem Aufwand updaten.

Um die Akzeptanz des verbesserten MQTT-3.1.1-Standards im MQTTÖkosystem möglichst früh zu erreichen, wurde bereits Anfang 2014 ein „Interoperability Testing Day“ – organisiert von der Eclipse IoT Working Group – durchgeführt. Es kristallisierte sich sehr schnell heraus, dass viele der gängigen MQTT-Clients und MQTT-Broker bereits den aktuellen Working Draft der MQTT-3.1.1-Spezifikation komplett oder zumindest teilweise unterstützen.

(Den vollständigen Artikel finden Sie im Eclipse Magazin 6.2014)

Geschrieben von
Dominik Obermaier
Dominik Obermaier
Dominik Obermaier ist Geschäftsführer bei der dc-square GmbH, die hochskalierbare IoT-Lösungen, wie den MQTT-Broker HiveMQ, entwickelt. Dominik berät Unternehmen im Bereich MQTT, Messaging und IoT. Er entwickelte MQTT 3.1.1 und MQTT 5 bei OASIS mit und ist regelmäßiger Autor und Speaker.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: