Broker für das Internet of Things

Ein neuer Cluster für HiveMQ 3.1

Melanie Feldmann

© Shutterstock / ISchmidt

Mit dem neuen Release 3.1 verbessert HiveMQ mit einem neu gestalteten Cluster die Skalierbarkeit von MQTT. Damit ist es jetzt möglich HiveMQ Deployments horizontal linear zu skalieren.

HiveMQ 3.1 unterstützt einen – wie die Entwickler sagen „wirklich“ – verteilten Cluster, der darauf ausgelegt ist, sich horizontal an alle Cloud-IaaS-Provider anzupassen – oder auch an die eigene Infrastruktur. Die Cluster-Architektur ist dafür gebaut, Millionen von MQTT-Clients auf verschiedenen Maschinen zu skalieren; ohne dabei die Performance und die Latenz negativ zu beeinflussen. Die Konfiguration soll einfach Out-of-the-Box funktionieren.  Außerdem können Nutzer jetzt auch ihre eigenen Mechanismen für die Cluster Discovery implementieren. Auch nicht offiziell unterstützte Plug-ins lassen sich mit ein paar Zeilen Code integrieren.

Plug-ins asynchron nutzen

Entwickler, die Plug-ins für den MQTT Broker Cluster bauen, können nun mit dem HiveMQ Plug-in Service nicht-blockierend, reactive und asynchron interagieren. Komplexe Plug-in-Logiken lassen sich jetzt effizient mit diesen Services verketten ohne Performance und Skalierbarkeit einzubüßen. Die neuen Async Plug-in Services sind darauf ausgelegt in Verbindung mit dem neuen Clustern zu arbeiten – vor allem in verteilten Installationen. Single Node Deployments profitieren aber ebenfalls von dem neuen reaktiven Programmierstil. Und Plug-ins können auch weiterhin das alte API von HiveMQ 3.x nutzen.

Automatische Konfiguration vereinfacht

Eine neue XML-Konfigurationsdatei vereinfacht die Konfigurations-Automatisierung. Denn HiveMQ 3.1 unterstützt jetzt auch Umgebungsvariablen direkt in der Konfigurationsdatei. Dies soll die Informationsbeschaffung in virtuellen oder Container-Umgebungen zu einem Kinderspiel machen. Außerdem bietet es die Flexibilität hochdynamische Informationen in die Konfiguration einzubinden ohne die Deployment-Jobs anzufassen.

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Shared Subscriptions für das Load Balancing

Topics lassen sich jetzt auch global als Shared Subscriptions definieren. Shared Subscriptions sind eine Möglichkeit für das Load Balancing von MQTT-Clients. Nachrichten mit „Hot Topics“ werden zwischen den Subscribern verteilt. Mit den Shared Subscriptions haben Nutzer die Möglichkeit, auch dynamische Shared Subscriptions basierend auf den MQTT-Standard-Mechanismen hinzuzufügen.

Wer Neugierig geworden ist: Zum Download von HiveMQ 3.0 geht es hier lang. Der Downloadversion ist nur für Test und Evaluierung zugelassen, erlaubt lediglich 25 Verbindungen und ist stand-alone (kein Cluster). Außerdem muss man seine Adresse hinterlassen. Wer von HiveMQ 3.0 auf 3.1 upgraden möchte, sollte beim Upgrade Guide vorbeischauen.

Was ist HiveMQ?

HiveMQ ist ein kommerzieller Broker für das Internet-of-Things-Protokoll MQTT. HiveMQ stammt aus dem Hause des Landshuter Unternehmens dc-square, ist für den professionellen Einsatz im Rahmen der Machine-to-Machine-(M2M-)Kommunikation spezialisiert und bietet neben einer hohen Performance und der Cluster-Funktionalität auch ein Java-basiertes Open-Source-Plug-in-System.

Aufmacherbild: Bee hives von Shutterstock / Urheberrecht: ISchmidt

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Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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