Aller guten Dinge sind 3.0: 3 Spec-Updates für MicroProfile

Eclipse MicroProfile 3.0: Major Release mit neuen Features und Breaking Changes

Dominik Mohilo

© Shutterstock / tj-rabbit

Wer sich mit dem Entwickeln von (Enterprise) Java Microservices beschäftigt, kommt um Eclipse MicroProfile kaum herum. Das aktuelle Major Release, MicroProfile 3.0, bringt neben einigen Breaking Changes auch neue Features für die Spezifikationen Metrics, Rest und Health Check.

Relativ pünktlich wurde vor wenigen Tagen der designierte Nachfolger von MicroProfile 2.2 und damit das zweite diesjährige Release veröffentlicht. Wer eine Minor-Version, also MP 2.3, erwartet hatte, wird allerdings überrascht sein, denn stattdessen wurde ein Major Release, namentlich MicroProfile 3.0, veröffentlicht, das einige Breaking Changes – aber natürlich auch neue Features – beinhaltet. Betroffen sind diesmal die Spezifikationen Metrics (von Version 1.1 auf Version 2.0), Rest Client (von Version 1.2 auf Version 1.3) und Health Check (von Version 1.0 auf Version 2.0), sämtliche andere Specs sind unverändert geblieben.

MicroProfile 3.0 in der Übersicht / Quelle: MicroProfile.io

MicroProfile 3.0: Das ist neu

MicroProfile 3.0 baut auf dem Vorgänger auf, beinhaltet jedoch Breaking Changes. Daher ist vorweg zu sagen: Wer schon jetzt befürchtet, Probleme durch ein Update in den eigenen Anwendungen zu evozieren, der sollte vorerst noch MicroProfile 2.2 nutzen. Das neue Major Release ist, wie die vorherige Version, mit Java EE 8 kompatibel und nutzt es als Programmiermodell für das Erstellen von Java Microservices.

Die Rest-Client-Spezifikation macht in Version 1.3 die Konfiguration von Interfaces für mehrere Clients einfacher, auch die Unterstützung für SSL-Konfigurationen ist an Bord. Prometheus-Nutzer wird es freuen zu hören, dass die Spezifikation Metrics 2.0 endlich die Unterstützung für das OpenMetrics-Format bringt. Dieses Format war früher auch unter dem Namen „Prometheus-Format“ bekannt. Außerdem wurden in der Spec die unnötigen Annotationen und als veraltet markierten Methoden entfernt.

Die dritte Spezifikation, die für MicroProfile 3.0 mit neuen Features ausgestatt wurde ist der Health Check. Version 2.0 stellt die Unterstützung für die Health-Check-Annotationen @Liveness und @Readiness im Kontext von Kubernetes und anderen Orchestrierungslösungen für Container bereit. Außerdem wurden unter anderem das JSON-Schema und das TCK aufgeräumt und verbessert.

Breaking Changes im API gibt es in beiden 2.0er Releases, also in den Spezifikationen Metrics und Health Check: Im ersten Fall bezieht sich das Ganze auf die Counters, die nun alle monoton sind, während die nicht-monotonen zu ConcurrentGauges umgewandelt wurden. Im Health-Check-Bereich geht es um den Inhalt der Health-Check-Antworten.

Ausblick

Neben der Spezifikationssammlung wird auch fleißig an anderen Projekten gearbeitet, die in Verbindung mit MicroProfile stehen. So ist man etwa im Zuge des Projektes start.microprofile.io dabei, ein Kammandozeilen-Tool zu entwickeln, dass sich leichter programmatisch aufrufen lässt. Auch Erweiterungen für diverse IDEs sollen sich dann leichter erstellen lassen. In der Planung ist zudem eine alleinstehende Veröffentlichung der Spezifikation MicroProfile Reactive Messaging, die zunächst nicht Teil der Kernplattform sein wird.

Weitere Informationen zu MicroProfile 3.0 gibt es im Blog-Beitrag von Cesar Saavedra und in den Release Notes auf GitHub.

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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