Die Zukunft von Social Media 2012

Judith Lungstraß

Social Media hat sich 2011 endgültig als neuer Trend in Sachen Freizeit, Marketing und PR durchgesetzt – kaum jemand kommt heutzutage noch an Facebook, Twitter & Co. vorbei. In seinem Blog „Building My Brand“ wagt der selbsternannte IT-Profi, Blogger, Musiker, Fotograf und Poet Chamindra Hettitantirige nun einige Voraussagen, in welche Richtung sich Social Media im Jahre 2012 entwickeln könnte.

Facebook wird seiner Meinung nach den 2011 begonnenen Siegeszug fortsetzen und dadurch seine Stellung als dominierendes soziales Netzwerk weiter ausbauen. Diese Aussage darf wohl ohne Zweifel übernommen werden. Schon jetzt hat Facebook einen Bekanntheitsgrad, den sonst nur Weltstars erreichen, und auch diejenigen, die selbst nicht Mitglied sind, haben zumindest schon einmal davon gehört. Ob Facebook, wie Hettitantirige prophezeit, tatsächlich in den Smartphone-Markt einsteigt, wird sich zeigen. Undenkbar scheint es jedenfalls keineswegs.

Als Kehrseite dieses Wachstums sieht er jedoch den langsamen Tod von Google+, sei es aufgrund von Sicherheitsbedenken oder aus sonstigen Gründen. Fest steht, dass Google+ 2012 auf die Probe gestellt wird: Es wird sich entweder zu einem ernsthaften Konkurrenten Facebooks entwickeln oder aber, wie Hettitantirige vermutet, in der Versenkung verschwinden.

Die Aufgabe des neuen Netzwerkes ist auf alle Fälle keine einfache. Es müssen Impulse für Nutzer geschaffen werden, sich gezielt bei Google+ zu registrieren, wobei die umfassende Erschließung aller Bevölkerungsschichten durch Facebook dem sicherlich im Weg steht. Wer möchte schon einem sozialen Netzwerk beitreten, in dem nur ein Bruchteil der eigenen Bekannten aus dem Real Life anwesend ist?

Einen Wachstumsschub prophezeit Hettitantirige hingegen lokal basierten Netzwerken wie Foursquare oder möglichen Neugründungen, die darüber hinaus auch verstärkt Wert auf Maßnahmen zur Sicherung der Privatsphäre setzen werden. Die wachsende Bedeutung des lokalen Sektors steht außer Frage. Was jedoch bleibt ist die Unsicherheit, ob das von ihm erwartete neue lokale Netzwerk tatsächlich erfolgreich sein wird oder ob nicht einfach Facebook weitere Funktionen zu Filterung nach lokalen und regionalen Einheiten einführt.

Eine 2011 schon begonnene Entwicklung wird, laut Hettitantirige, auch im nächsten Jahr weiter anhalten. Twitter entwickelt sich immer mehr in dieselbe Richtung wie Facebook, so kann man dort schon heute Bilder sowie Videos hochladen und die Aktivitäten von Freunden nachvollziehen. Diese Tendenz mit der Zielsetzung, Nutzer zu halten, scheint plausibel, wenn man die weiterhin wachsende Marktmacht Facebooks bedenkt.

Die letzte der Voraussagen Hettitantiriges ist nach eigenen Angaben keine eigentliche Prophezeiung, sondern ein Muss. Maßnahmen zur Verbesserung der Privatsphäre und Sicherheit von Nutzern müssen deutlich verbessert und weiterentwickelt werden – immerhin geht es hier, drastisch ausgedrückt, um deren Leben. Besonders bei Kindern und Jugendlichen muss ein wachsendes Bewusstsein dafür geweckt werden, welche Information man teilen sollte und welche eben nicht. Wichtig ist, zu bedenken, dass auch privat geteilte Mitteilungen nicht garantiert sicher sind vor Übergriffen. Diese Problemstellung wird wohl zu einer der bedeutendsten im Jahre 2012 werden – sicherlich wird es hier einige neue Tendenzen und Entwicklungen geben.

In welche Richtung auch immer sich die sozialen Medien 2012 entwickeln mögen – ihr weiterer Siegeszug ist jedenfalls gewiss.

Geschrieben von
Judith Lungstraß
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.