Unterwegs vernetzt

Die Trends für Mobile-App-Entwickler in 2016

Dominik Mohilo

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Wie 2015 werden die Cloud und das Internet-of-Things für Entwickler im Bereich Mobile-Apps wieder höchst interessant sein. Doch das neue Jahr hält noch weitere Trends bereit, die unser Leben nachhaltig verändern werden.

Die Welt ist in den vergangenen Jahren immer mobiler geworden. Ohne die Erfindung von Smartphones und Apps wäre dies undenkbar. Doch während das iPhone in wenigen Tagen gerade einmal seinen neunten Geburtstag feiert, hat sich der Markt für mobile Technologien deutlich vergrößert. Neben Smartphones gibt es heute Smart TVs, Wearables und andere Gadgets, die alle mit Apps bestückt werden können. Hinzu kommen neue Technologien wie das Internet-of-Things (IoT) oder Cloud Computing, die den Technologiesektor ungemein bereichert haben und den Weg in die Zukunft weisen. Für Entwickler bietet sich durch diesen ständig wachsenden Markt und die technischen Innovationen eine unvorstellbare Fülle an Möglichkeiten. Mit dem Fortschritt kommen allerdings auch Veränderungen auf engagierte Programmierer und Entwickler zu, wie Alfred Beiley in seinem Beitrag auf DZone aufzeigt.

1. Swift bekommt die volle Aufmerksamkeit

Apples Programmiersprache Swift liegt im Trend: Keine andere Sprache und Technologie sei heute öfter im Gespräch, wenn es um die Entwicklung von Apps gehe, sagt Beiley. Doch Swift wird nicht nur als Sprache zur App-Entwicklung, sondern auch als Systemsprache vermarktet und als die Programmiersprache der Zukunft gepriesen. Seit September 2015 ist Swift Teil der Xcode-Tools und auch wenn sie Beiley zufolge Objective C nicht ersetzen wird, so ist die Sprache doch um einiges schneller. Derzeit sind viele Entwickler dabei, die Feinheiten von Swift kennenzulernen, um sie dann zur Programmierung von Apps für iOS, WatchOS und tvOS einzusetzen.

2. Enterprise-Apps werden immer wichtiger

Mit der immer größeren Verbreitung von Mobilgeräten ist auch die Anzahl an verfügbaren Apps explodiert, wobei Enterprise-Apps eine immer größere Rolle spielen – viele Unternehmen sind gewillt, für einen Vorteil im Konkurrenzkampf höhere Preise für die jeweils beste Anwendung zu bezahlen. Durch den großen Sprung, den das Cloud-Computing in den vergangenen Jahren gemacht hat und durch plattformunabhängige Geräte, werde, laut Beiley, die App-Entwicklung gerade in diesem Bereich neuen Schwung bekommen.

3. Das IoT wird sich weiter verbreiten

Die Verbreitung des Internet of Things wird, daran besteht für Beiley kein Zweifel, auch im kommenden Jahr weiter voranschreiten. Für die Entwickler von Mobile-Apps werde sich dadurch einiges ändern, denn immer mehr Geräte im Haushalt werden vernetzt sein und nach sinnvollen Programmen verlangen. Durch diese Verschiebung der digitalen Technologie in sämtliche Lebensbereiche werde auch die Frage nach der Sicherheit immer lauter werden und für die Entwickler zu einem der zentralen Punkte ihrer Arbeit werden.

4. Die App-Sicherheit wird anspruchsvoller

Sicherheit ist allerdings nicht nur im Bereich des IoT ein wichtiges Thema: Laut einem Gartner Report haben im Jahr 2015 etwa 75 Prozent der Apps nicht die Mindestsicherheitsvoraussetzungen erfüllt, was Entwickler immer wieder vor große Probleme stellte. Auch für 2016 sagt Beiley voraus, dass die Sicherheit bei den Entwicklern im Fokus stehen wird. Apple und Google haben für die aktuellen Versionen ihrer Betriebssysteme große Mühen auf sich genommen, die Sicherheit zu verstärken. Daraus folge, dass Entwickler von Apps, wenn sie ein erfolgreiches Produkt veröffentlichen möchten, gerade die Sicherheitsaspekte (z. B. den potentiell möglichen Diebstahl von Bankdaten) nicht ignorieren dürfen.

5. Ab in die Cloud

Im Jahr 2016 wird es eine Annäherung zwischen dem Cloud- und dem Mobile-Computing geben, die dafür sorgen wird, dass Applikationen auf vielen unterschiedlichen Geräten verfügbar sein werden. Durch die immer größer werdende Wichtigkeit von mobilen Geräten, wird auch die Cloud immer wichtiger und sie bringt viele Vorteile mit sich: Die Größe von Apps kann gering gehalten werden und Anwendungen können plattformunabhängig synchronisiert werden.

6. Beacon-Technologie verspricht Innovation

Bevor diese Technologie, die quasi wie ein ortsgebundenes Mini-GPS funktioniert, entwickelt wurde, gab es deutliche Unterschiede zwischen „online“ und „offline“. Mittlerweile wird diese Technologie von iOS vollständig unterstützt, es wird erwartet, dass Android in naher Zukunft bei der Unterstützung nachziehen wird. Laut Beiley werden alle Branchen (u. a. die  Automobil- und Werbeindustrie, aber auch der Tourismus, Bildungsinstitute und Museen), die von Beacon sinnvoll Gebrauch machen, einen großen Vorteil erwarten können.

Fazit

Viele der hier besprochenen Dinge noch dabei sind, Gestalt anzunehmen, sind sie aus Entwicklersicht schon längst in den Mittelpunkt gerückt. Viele der Apps, die im kommenden Jahr entstehen werden, ändern vermutlich signifikant die Art und Weise, wie Menschen leben und mit anderen interagieren. Es wird Zeit, so Beiley, dass Entwickler diese Trends nun für sich entdecken und für die Endverbraucher Tore zu neuen Welten aufstoßen.

Aufmacherbild: Technology Composition von Shutterstock / Urheberrecht: tandaV

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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